Texel, The Netherlands – Eyemouth, Scotland (21.07. – 23.07.12, 321 sm, 58 Std.)

Sonneuntergang Überfahrt

Sonneuntergang Überfahrt

Nachdem wir aufgrund starkem NW-Wind und Regen auf Texel festgehangen haben, geht es endlich los Richtung England. Wir haben zunächst NNW 3-4 und segeln hart am Wind bis zum Abend. Die Wellen von den vorherigen Starkwindtagen sind (leider) noch da und machen die Fahrt leicht beschwerlich. Am Abend schläft der Wind wie angekündigt ein, so dass wir dann nach Norden drehen. Frauke hatte insgeheim auf eine ruhige Nacht gehofft, doch der Wind macht nicht lange Pause und kommt mit 4-5 aus SW (halber Wind) zurück. Wir konnten kurz CodeZero segeln, aber schnell wir es ungemütlich und wir segeln mit gerefftem Groß und Selbstwendefock weiter. In der Nacht nimmt der Wind nochmals zu und wir reffen, soviel wir können (sogar die SWF), wir wollen ja keinen Geschwindigkeitsrekord brechen, sondern so komfortabel aufrecht und sicher ankommen, wie es geht. Dank vieler Ölbohrinseln fühlt man sich gar nicht so allein im Dunkeln. Das Radar funktioniert gut, der Windgenerator läd fleißig und wir versuchen im 2,5 Std. Rythmus zu schlafen. Am nächsten Morgen nimmt der Wind etwas ab, um dann gegen Abend nochmal zuzulegen. Es ist nicht richtig böig, es sind immer mal wieder 15 Min. weniger Wind dabei, aber schnell wird klar, dass das Reff ausschütten nicht lohnt, denn dann geht es gleich wieder weiter. Wir haben in der Nacht von Windstärke 1-7 alles, und das innerhalb von 10 Minuten, so dass wir eine ganze Zeit beide wach bleiben. Am nächsten Tag segeln wir endlich mal gemütlich bei Windstärke 4 vor der Küste (also kaum Welle) und bestaunen zwei schöne urige Burgen (Bamburgh Castle und Lindisfarne Castle) und den Leuchtturm auf der Farne Insel daneben. Hach, wie schön! Wir haben uns entschieden, weiter bis zum ersten Hafen in Schottland zu fahren, denn bei dem eigentlich geplanten Hafen Hartlepool in England wären wir in der Nacht gewesen und in einen fremden Hafen im Dunkeln zu fahren, muss nicht unbedingt sein.
Der Hafen Eyemouth ist vom Wasser erst gar nicht zu sehen, doch dann öffnen sich die Felsen und man fährt in einen sehr gut geschützten Hafen mit ein paar Fischerbooten und einem Schwimmsteg für Segler.

Eyemouth

Eyemouth

Wir treffen 3 Holländer und auch die Hafenmeister sind sehr nett. Es gibt Wasser, Strom, Diesel, WC und Duschen, gleich daneben einen kleinen Ort mit Supermarkt. Am nächsten Morgen zeigt der Tiefenmesser bei Niedrigwasser nur noch 1,2 m an, dabei haben wir einen Tiefgang von 1,75 m und der Hafenmeister meinte, bis 2 m wäre ok. Da der Grund weicher Matsch ist, ist aber alles ok.
Wir machen einen Küstenspaziergang, essen Fish and Chips und beobachten die im Hafen lebende Seehund- und Schwanfamilie, sehr süß.

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