Whitehills – Inverness

Zum Frühstück gibt es heute Fisch und Rührei, wie bei den Engländern Gestern in Peterhead, nur mit dem Unterschied, dass Thomas den Fisch nicht selbst gefangen, aber zumindest selbst gekauft hat. Wir fahren gegen 11 Uhr los, wieder mit großer Aufregung nach der Hafeneinfahrt, da wir wieder einen falschen Delfin sehen. Erst segeln wir bei Windstärke 2 aus NW am Wind mit Groß und CZ (also quasi zurück) und machen dann eine Wende um wieder auf Höhe des Hafens zu kommen. Puh, nach 2 Stunden Gedümpel (manchmal nur 2 kn schnell) kann ich immer noch den Hafen sehen, aber es ist schön sonnig und ruhig (ohne Motor). Dann dreht der Wind auf Ost und nimmt zu, so dass wir richtig schön segeln können (Wind von hinten). Wir kochen unsere letzte stevige Erwtensoep und müssen doch eine Jacke anziehen, da der Wind so kalt ist. Der Wind nimmt weiter zu und als wir vorm Wind (nur mit Großsegel) an unserem Zielhafen „Lossiemouth“ ankommen, sind die Wellen so hoch, dass wir nicht in die nach Osten offene Hafeneinfahrt rein können, ohne das Schiff kaputt zu machen. Der Hafenmeister ist weder über Funk noch Handy erreichbar, aber die Engländer aus Whitehills sind schon drin und hören unseren Funkspruch, auch sie hatten vergebens versucht den Hafenmeister anzufunken. Sie  meinen auch, dass bei dem Wind und Wellen plus Niedrigwasser, eine Einfahrt nicht empfehlenswert wäre. Also surfen wir auf den Wellen weiter (bis über 8 kn schnell). Während Thomas nach dem nächsten Hafen sucht, kommt uns der erste deutsche Segler des Urlaubs entgegen, mit Motor knallt er gegenan, die Besatzung schon unter Bord versucht auch den Hafenmeister zu erreichen, wir funken und auch sie entscheiden sich weiter zu fahren. Wie uns schon klar war, gibt es hier nicht viele Möglichkeiten an Ausweichhäfen und da die Tide und der Wind gerade so gut laufen/wehen, gehen wir halt noch 6 Stunden weiter nach Inverness… Der Wind dreht weiter auf Südost und immer wieder wechseln wir CodeZero und SWF. Die Tide ist hier recht stark und der Wind passt super, so dass wir gerade noch so im letzten Zwielicht ankommen, dennoch hilfreich, Radar und PC-Karten zu haben. Genau bei Hochwasser fahren wir über die Untiefen vor der Kessock Brücke, als hätten wir es so berechnet und geplant. Von Windstärke 0-6, Handschuhen, dicker Jacke und im T-shirt segeln, Nordwest und Südost-Wind hatten wir heute alles. So fallen wir bei jetzt pünktlich einsetzendem Regen müde in die Koje.

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