Enkhuizen – Makkum (19.10.2012)

121019_SchmetterlingsSAls Urlaubsabschluss dürfen wir heute noch einmal mit dem Code Zero und dem Groß Schmetterlingssegeln. Und das im T-shirt, für den Käptn zumindest. Erst ist zu wenig Wind, doch dann setzen wir Segel und gleiten ganz entspannt ins Urlaubsende. In Makkum angekommen, nehmen wir gleich noch die getrockneten Segel runter, bevor es Abends wieder anfängt zu regnen.

Schon etwas traurig, aber wir hatten ja eine super schöne Zeit.

121020_Rundreise Hardkopie2264 Seemeilen.

Amsterdam – Enkhuizen (17.10.2012)

Amsterdam wurde ausreichend erkundet, als wir auf der Suche nach einer Post waren.

Dafür haben wir viele schöne Stellen gesehen, z. B. wo die Hauswände direkt in die Gracht ragen.

121016_SushiEs gab Sushi und Döner (nicht zusammen) und viele unterschiedliche Menschen anzugucken.

Gestern hatten wir bis zu 40 Knoten Wind im Hafen. Heute ist es nicht so böig und es geht weiter nach Enkhuizen.

Durch die Oranjesluizen kommen wir schnell durch, doch danach kreisen wir über 30 Minuten vor der Brücke, bis wir endlich wieder in Freiheit im Markermeer sind und segeln können. Als wir aus der Fahrrinne abfallen lassen können, segeln wir schön mit Groß vorm Wind.

Es bleibt trocken und uns kommt es ganz komisch vor, dass man bei so viel Wind kaum Welle hat und es hier manchmal nur 2 m tief ist.

121017_Plattbodenschiffe_EnkhuizenNoch eine Schleuse, dann sind wir im Ijsselmeer und legen im Yachthafen von Enkhuizen an. Hafenmeister und der kleine Supermarkt haben entweder schon ganz geschlossen, oder sind nur noch ganz begrenzt da, dafür sind aber noch viele Boote da und die Herbstferiencharterer laufen mit ihren Kisten und Hafenwagen vollgepackt und glücklich an uns vorbei.

Am nächsten Tag geht es in den süßen Ort und ins Zuiderzeemuseum.

Willemstad – Amsterdam (14.10.2012)

 

Sonnenaufgang im Hollandse Diep

Sonnenaufgang im Hollandse Diep

Heute geht es noch im Dunkeln mit der Tide los durchs stark befahrene Hollandse Diep. Doch dank Radar und AIS sehen wir ALLES.und Sonntagfrüh ist auch weniger los.

Dordrecht

Dordrecht

Um alle Brücken zu bekommen, haben wir einen straffen Zeitplan. Dordrecht klappt wie geplant (9:15). Bei der Alblasserdambrücke sind wir uns nicht sicher, ob sie gleich oder erst in einer halben Stunde aufmacht. Wir sind zu früh da, fragen über Funk nach und hängen dann eine halbe Stunde vor der Brücke (ohne Festmachmöglichkeit) im Regen fest.

Gouda

Gouda

Dennoch kommen wir pünktlich zur Goudabrücke (14:27). Unterwegs gibt es Pizza und Vanillepudding, Heißgetränke und Heizung, es ist nämlich echt kalt. Immer wieder regnet es. Vor Boskop treffen wir einen anderen Segler, der uns erzählt, dass er schon 4 Stunden vor der Brücke hängt, die Eisenbahn hat ein technisches Problem. Doch gerade festgemacht, da geht es schon weiter. Puh, Glück gehabt. Uns kommt eine ganze Menge Boote entgegen, der Stau löst sich auf. Erst jetzt erfahren wir, dass eine Brücke in Haarlem zzt. außer Betrieb ist, was bedeuted, dass wir durch Amsterdam fahren müssen, da kann man nur nachts durch. Wir biegen nach dem Brassemermeer anstatt links, rechts ab und befinden uns in neuem Terrain. Vor der Niewe Meer Schleuse muss man sich für die Nachtdurchfahrt anmelden. Wir legen uns nochmal kurz hin, bis wir um halb 12 über VHF geweckt werden. Doch wir verstehen den Holländer nicht so ganz und so stehen wir noch bis 0.20 Uhr herum, bis es endlich los geht.

Niewe Meer Schleuse

Niewe Meer Schleuse

Mit uns fahren 3 andere Schiffe durch Amsterdam und uns kommen auch einige entgegen.

121014_Nacht Die Brückenmeister fahren mit Fahrrad von Brücke zu Brücke nebenher und wir müssen doch unerwartet lange vor den Brücken warten.

Nordseekanal bei Nacht

Nordseekanal bei Nacht

Man kann vor der letzten Brücke über Nacht bis Morgen 10 Uhr bleiben. Aber wir wollen gern ausschlafen und entscheiden uns, noch den kurzen Weg in den Sixhaven zu fahren. Was die richtige Entscheidung ist, denn es ist quasi nix los, ganz im Gegensatz zu dem Montagmorgenverkehr, den wir uns am nächsten Tag per Fähre ansehen.

Grachten in Amsterdam

Grachten in Amsterdam

Kramersluisen – Willemstad (13.10.2012)

121013_thomas_Gegen 8 Uhr legen wir zusammen mit einem anderen Segler ab und segeln durch das Volkerak. Hier ist heute Morgen richtig viel Berufsverkehr, es gibt unwahrscheinlich viele große Schiffe, so dass einer sogar mit uns in die Yachtschleuse geht. In Willemstad tanken wir seit langem mal wieder voll, dabei sind trotz Dauereinsatz der Heizung nur 28 Liter raus (seit Plymouth!) und als wir in der Box festmachen, fängt es an zu regnen. Thomas nutzt das gleich, um das Boot zu waschen. Morgen müssen wir dann früh los, damit wir die Goudabrücke noch erreichen, die nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten am Sonntag hat, mal sehen, wie weit wir kommen. Heute jedoch wollen wir erstmal nicht weiter, dazu ist Willemstad ein viel zu schöner Ort.

Blankenberge, Belgium – Kramersluisen, Netherlands (12.10.2012)

 

Queen Mary II in Zeebrügge

Queen Mary II in Zeebrügge

Beim Ablegen ist noch nicht klar, ob wir außen herum nach Scheveningen fahren oder inner herum nach Vlissingen und da in den Kanal gehen. Die dunklen Regenwolken halten noch dicht und die Windstärke 6 kommt auch brav von hinten. Mit uns gehen 4 andere Segler nach Vlissingen bzw. Breskens,… also entscheiden wir uns auch recht schnell, in Vlissingen in den Kanal zu gehen. Als wir an Zeebrügge vorbeidüsen (mit Tide sind wir bis über 9 Knoten schnell) sehen wir die Queen Mary II im Hafen liegen. Das ist das zweite Mal, dass wir dieses tolle riesige Schiff sehen, das erste Mal war in Bergen vor 2 Jahren.

121012_FingerkaltWie schnell es die letzten Tage kalt geworden ist! Ich kann kaum einen Fenderknoten machen, da meine Finger so gefroren sind. In Vlissingen gehen wir zusammen mit einem Rhein-Renter-Urlaubs-Dampfer in die Schleuse und müssen vor der nächsten Brücke gleich wieder warten. Als man uns dann in Middelburg zwischen zwei Brücken festhält und uns dann nach 15 Minuten im Kreis fahren auf Nachfrage mitteilt, dass die Brücke erst wieder in einer halben Stunde aufmacht, sind wir schon wieder vom Kanalfahren genervt.

Veere Schleuse im Regen

Veere Schleuse im Regen

Im Veerse Meer winken wir unserem Liegeplatz an der Insel Mosselplaat von weitem zu und segeln weiter. Auch in der Osterschelde können wir segeln und sind bei den bis 30 knoten Wind froh nicht jetzt nicht draussen zu sein. Um ca. 17 Uhr kommt die Sonne raus, endlich, ich hatte schon angst Schwimmhäute zwischen den Fingern zu bekommen.

Kramerschleuse

Kramerschleuse

Im letzten Tageslicht gehen wir noch eben durch die Kramersluisen und machen gleich dahinter für die Nacht fest.

Dunkerque, France – Blankenberge, Belgium (10.10.2012)

121010_SonnenaufgangNachdem wir Gestern noch einen Erholungstag in Dunkerque verbracht haben, in der Stadt waren und mal wieder Garnelen gekauft haben, geht es heute nach Blankenberge zu den lecker belegten Baguettes und den warmen belgischen Waffeln mit Eis. Um 7.30 Uhr legen wir bei einem super schönen Sonnenaufgang ab und fahren mit der Tide gen Ost. Wir ziehen das Groß hoch, doch es ist erst zu wenig Wind zum Segeln, so dass wir den Motor mitlaufen lassen.

121010_C0Dann kommt etwas mehr Wind auf und mit Codezero und Groß segeln wir endlich mal super gemütlich dahin. Als Inshorekoch mache ich uns warmen Vanillepudding. Als der Wind etwas abnimmt, motoren wir den Rest. Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel, dennoch ist es der bisher kälteste Tag des Urlaubs.

Die Hafeneinfahrt von Blankenberge ist heute tief genug, sie scheint ausgebaggert worden zu sein. Auch der Hafen wurde erweitert, es gibt neue zusaetzliche Stege mit versteckten Wasseranschlüssen. Nachmittags gehen wir in die Stadt, Baguette und Eis mit Waffeln essen. Dank der Sonne koennen wir nochmal Barfuss am Starnd im kalten (und dreckigen) Wasser spazieren gehen.

Nordseekrabben - mühselige Arbeit

Nordseekrabben – mühselige Arbeit

Saint Vaast – Dunkerque (07.-08.10.2012)

Sonnenaufgang St Vaast

Sonnenaufgang St Vaast

Heute regnet es nicht mehr! Wir haben und entschieden nach Grandcamp zu fahren, das sind nur 3 Stunden und da passt die späte Toröffnung und die Tide ganz gut, so dass noch genug Wasser da ist, um in Grandcamp wieder rein zu kommen. Es ist Wind aus SüdsüdOst, so dass wir aus Saint Vaast herauskreuzen müssen. Wellen und Wind sind richtig gut und wir haben ja Zeit.

Thomas meint auf einmal, würden wir so weiter fahren, wären wir Morgen früh in Calais. Hhm. Vor gefühlt einer Woche habe ich noch verkündet, dass ich bis zur Rente keine Nachtfahrten mehr machen werde und da sitzen wir nun. Wir müssen bald schon zu Hause sein, wollen unbedingt noch länger in Blankenberge und auf Texel bleiben, das Wetter wird schlechter,… Es segelt sich gerade so gut und auch ohne Vorbereitungen für eine Nachtfahrt – wir haben ja eigentlich alles – halten wir Kurs auf Calais.

Wir segeln am Wind, entlang des Verkehrstrennungsgebiets, so dass wir viele dicke Schiffe neben uns sehen, die aufgereiht, wie eine Perlenkette nachts leuchten. Der Wind dreht leider nicht wie angekündigt weiter südlich, so dass wir am Wind bleiben muessen und in die Wellen krachen, wobei man nicht gut schlafen kann. Als der Wind auf 5 zulegt, machen wir auch das zweite Reff ins Großsegel und reffen die Fock. Hinzu kommt, dass unser Autopilot nicht mehr zuverlässig Kurs hält. Er variiert zwischen 40 Grad abfallen und 40 Grad weiter anlufen, so dass die Segel flattern und wir weiter in die Wellen krachen. Super! Selbst ans Ruder zu gehen ist allerdings nicht wirklich eine Alternative. Wenigstens brauchen wir beim am Wind Kurs keine Sorge vor einer Halse zu haben. Unser Toplicht hat sich nach etwas an und aus auch verabschiedet. Es muss natürlich immer das Licht kaputt gehen, wo man mal eben nicht dran kommt!

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Nach 10 Stunden Dunkelheit sind wir doch sehr erleichtert über das Tageslicht und noch mehr erleichtert, als wir endlich abfallen lassen können und die Segel wieder ausschütten können.

französischer Fischer vor Klippen

französischer Fischer vor Klippen

Nachmittags fängt es wieder an zu nieseln.

121008_Dt_SeglerDas einzige Segelboot, dass uns entgegenkommt, ist ein Deutscher.

Frachter in Waschküche

Frachter in Waschküche

Vor Calais sehen wir viele Fähren, fahren aber mit der Tide weiter bis Dunkerque, dort fahren gerade zahlreiche Frachter rein (danke AIS).

121008_Dunkerque_LeuchtturmMit dem letzten Tageslicht kommen wir müde in Dunkerque an, Puh.

Cherbourg – Saint Vaast (06.10.2012)

121006_SegelnEs regnet in der Nacht, und es regnet auch als wir um 7.30 Uhr aufstehen und uns wundern, dass es noch halbdunkel ist, aber klar es fehlt uns ja eine Stunde; es regnet als wir losfahren, zwei anderen Seglern hinterher; es regnet als wir unterwegs sind und dank Tide super schnell sind; es regnet als wir in den verrückten Wellen, in verschiedenen Races herum hüpfen,

121006_Cherbourges regnet als wir zusammen mit der Dufour 365 (die läuft uns nicht weg) in Cherbourg ankommen;

121006_Scampitransportes regnet als wir in die kleine Stadt gehen um frische Scampis zu kaufen und es regnet als wir ins Bett gehen!

121006_ScampipoulenEigentlich kein schöner Tag zum Segeln, aber wir wollen weiter und die Tide ausnutzen.

Dem ist der Wasserstand egal

Dem ist der Wasserstand egal

Unser Wetterbericht stimmt heute auch nicht wirklich, wir müssen aus Cherbourg raus kreuzen, bis wir um die Ecke kommen und abfallen lassen können.

Saint Vaast hat wieder einen riesigen Hafen, leider kommt man hier nur HW+/-2h rein und raus, das Tor öffnet erst gegen Mittag. Leider sind auch die folgenden Häfen nur ein paar Stunden um Hochwasser einfahrbar, daher geht es Morgen (Tor oeffnet erst um 12:00 Uhr) wahrscheinlich nicht so sehr weit… mal sehen, erstmal müssen wir unsere Sachen trocknen.

Alderney, Kanalinseln – Cherbourg (Port Chantereyne), Frankreich (05.10.2012)

Was für eine Nacht! Und das an einer so tollen Boje, die mit Schaumstoff ummantelt ist, wo wir uns keine Gedanken machen mussten, dass sie nachts anklopft. Dabei war es ja so angesagt. Vor lauter Wind hatte die Boje gar keine Chance ans Schiff zu kommen. Der bemüht deutschsprechende Mann, der uns mit dem Wassertaxi noch zurück an Bord gefahren hat, meinte noch: „dann mal gute Nacht in der Waschmaschine“.

Dennoch war es nicht so schlimm, wie die Nacht in St. Marys.

Wir hatten heute Nacht bis über 40 Knoten Wind und haben dementsprechend wenig geschlafen. Eigentlich lagen wir im Hafen bei SW gar nicht so übel, dennoch schaukelt man ganz schön, auch wenn der Wind „nur“ direkt von vorne kommt.

Gerade eine halbe Stunde nachdem der Wind nachgelassen hat, steht Thomas auf und macht ein Wetterupdate mit den Worten: heute wird ein Regen-Bord-Tag und ich habe nur geantwortet, dann lieber ein Regen-Bett-Tag, ich habe noch Schlaf nachzuholen.

121005_LeuchtturmDoch dann fahren gleich 3 andere Boote los und wir rechnen nochmal nach. Da die nächsten Tage nicht so tolles Wetter wird und auch bald Ostwind kommen soll, könnten wir heute zumindest nach Cherbourg fahren.

121005_GaaanzKomischesWetterWarum auch nicht, es stehen draussen ja nur noch die Wellen von Windstärke 8 und die Strömung ist hier so stark (bis zu 8 Knoten) wie nirgends sonst in unseren Breiten. Tatsächlich spielen die Wellen verrückt, der Wind hat gedreht und so laufen die Wellen ineinander, hinzu kommt die Race.

Dennoch sind wir gut unterwegs, wir brechen Geschwindigkeitsrekorde (10,5 Knoten über Grund) und nachdem wir das Cap de la Hague passiert haben sind die Wellen auch wieder lieber. Es war Regen angesagt, doch bis auf ein paar Nieseltröpfchen kommt nichts runter, man muss auch mal Glück haben.

Cherbourg ist ein riesiger Hafen, dennoch haben wir kein einziges großes Schiff ankommen oder abfahren sehen. Der eine Yachthafen, in dem wir liegen, hat 1810 Liegeplätze, davon alleine 200 Gastplätze.

121005_NapoleonMit den anderen Seglern treffen wir in Cherbourg ein, gehen duschen und machen einen kleinen Bummel durch die Stadt. Cherbourg (noch von Napoleon bewacht) sieht ganz nett aus, es gibt viele Läden mit frisch gebackenen Leckereien, Obst und frischem Fisch. Doch wir sind noch zu kaputt und gehen artig zurück an Bord, da gibt es Pizza.

Uns wurde heute ja eine Stunde geklaut, da können wir beruhigt früh ins Bett gehen.

St. Helier, Jersey – Braye, Alderney (04.10.2012)

Gleich 30 Minuten nach Öffnung des Klappsülls fahren wir los. Obwohl 3 Striche Regen angesagt waren und wir entsprechend angezogen sind, bleiben wir vom Regen den ganzen Tag verschont, haben sogar super Sonnenschein.

Das französische Festland ist stets in Sicht und die Insel Jersey will trotz guter Geschwindigkeit lange nicht hinter uns verschwinden. Wir haben Windstärke 4-5 aus WNW, in Böen 6. Die Böen nerven und veranlassen uns oft (und wie sich immer im Nachhinein rausstelt: häufiger als nötig) die Segel zu wechseln.

Race vor Alderney

Race vor Alderney

Bis nach Cherbourg schaffen wir es nicht in einer Tide, also hatten wir uns entschlossen, auch noch die Dritte der Kanalinseln zu besuchen. Um die Ecke von Alderney spielt das Wasser verrückt und wir müssen doch noch den Motor bemühen, damit wir bei nachlassendem Wind aus der starken Strömung wieder herauskommen.

Race

Race

Hier fehlen uns die 20 Minuten, die wir den Wecker am Morgen weiter gedrückt haben, ärgerlich, aber selbst schuld.

Bucht von Alderney

Bucht von Alderney

In Alderney haben wir freie Auswahl von fast 70 mit Schaumstoff überzogenen Besucherbojen. Wir rufen uns ein Wassertaxi (ja wirklich, haha) um noch ein wenig die Insel zu erkunden.

121004_StrandEs gibt einen süßen kleinen Ort, die meisten Geschäfte haben schon geschlossen, so dass wir nur einen kleinen Spaziergang machen und auch hier wieder einen schönen Strand finden.

121004_DerHimmelBrenntDann gibt es noch ein Bier im Segelclub und ab aufs Boot, mal sehen, wie die Sturmwarnung hier abzuwettern ist.

Die Kanalinseln haben uns gut gefallen, man braucht aber zumindest ein Fahrrad um etwas zu sehen. Auch auf Alderney wundern wir uns, wie viele Autos und Häuser es gibt. Kein Vergleich zu den Scilly Inseln. Wofür braucht man ein tolles Auto auf einer Insel die ca. 2km breit und 5 km lang ist? Die Städte sind sauber und es gibt viele Wohlhabende Leute. Unsere Erwartungen wurden (nach den Scilly Inseln) jedoch nicht übertroffen, auch war es etwas überlaufen, trotz Nebensaison.

Jersey

Am Montag gehen wir nochmal zu Fuß durch die schöne aufgeräumte Stadt, es gibt praktisch nur zwei Sorten von Geschäften: Banken (gefühlte 100 im Stadtzentrum) und Juweliere. Danach machen wir es uns an Bord gemütlich und gehen abends ins Kino.

121002_BuchtjeAm Dienstag fahren wir mit den Fahrrädern über die Insel. Es gibt zwei große tolle Sandstrände, viele schicke Häuser, tolle Fahrradwege, mit – leider – vielen Hügeln.

121002_Causeway

Frauke mit Fahrrad auf dem Causeway

Highlight ist der Leuchtturm La Corbiere an der Südwestspitze der bei Hochwasser auf einer Insel ist. Erst Niedrigwasser gibt eine Straße (Causeway) frei.

Mittwoch pfeift uns der Wind ein Liedchen und es regnet viel. Wir bleiben überwiegend unter Deck, machen sauber und tauen sogar das vereiste Kühlfach ab. Dann kaufen wir etwas ein und essen lecker Sushi an Bord.

St. Peter Port, Guernsey – St. Helier, Jersey (30.09.2012)

Die Croissants werden immer leckerer, muss daran liegen, dass wir Frankreich immer näher kommen. Noch machen wir Witze über das „krosse Croissant“, doch bald ist die „Cross Corsen“ die Küstenwache, die uns das hiesige Wetter über Funkt mitteilt (und die blöderweise nur Französisch spricht). Heute hören wir noch einmal die englische Küstenwache und unser zweites Mayday überhaupt (das erste in diesem Urlaub; ein Crewmitglied auf einem Schiff im Solent wird per Hubschrauber abgeholt, doch was genau passiert ist, verstehen wir nicht, der Solent ist zu weit entfernt).

Als Thomas vom Croissants holen zurück ist, fahren wir bei ablaufendem Wasser noch eben über den Süll und frühstücken dann an dem Wartesteg im Vorhafen.

120930_SegelnGegen 11.30 Uhr legen wir aus St. Peter Port ab und segeln sehr schön bei Sonnenschein und halbem Wind (4-5) Richtung Jersey.

120930_FlaggenwechselVor Jersey müssen wir vorsichtig navigieren, da es viele Untiefen gibt und sogar ein paar Felsen aus dem Wasser gucken. Überhaupt ist das Revier der Kanalinseln recht anspruchsvoll, die richtig berechnete Tide schiebt uns nochmal 3 Knoten schneller zum Ziel.

120930_MilchreisIn Jersey warten wir genau so lange vor dem (Klapp)süll, wie wir brauchen um einen Milchreis zu kochen und zu essen, dann können wir in rein fahren.

120930_SuellDer Hafen selbst ist nicht wirklich schön, aber sehr zentral gelegen und hat einigermaßen gute Schwimmstege mit einer Rampe zum Ausgang (vor St. Helier sind bis zu über 11 m Tidenhub).

120930_Oh_Oh_Schiffe_auf_BoeckenDer Hafen nebenan hat sehr merkwürdige Bootsträger, wo die Boote bei Niedrigwasser aufgefangen werden, so dass sie quasi auf einem Bock stehen.

120930_InselDie Insel an sich sah sehr schön aus, beim Vorbeisegeln, mit vielen Sandstränden und auch ein paar grünen Klippen. Es ist nicht so gutes Segelwetter angesagt für die nächsten Tage, da können wir in Ruhe die Insel erkunden.

120930_St_Hellier_StadtLaut Thomas haben wir hier 49 Grad Süd, dennoch friere ich abends als wir durch die schöne aber Sonntags sehr verlassene Stadt gehen.