Saint Vaast – Dunkerque (07.-08.10.2012)

Sonnenaufgang St Vaast

Sonnenaufgang St Vaast

Heute regnet es nicht mehr! Wir haben und entschieden nach Grandcamp zu fahren, das sind nur 3 Stunden und da passt die späte Toröffnung und die Tide ganz gut, so dass noch genug Wasser da ist, um in Grandcamp wieder rein zu kommen. Es ist Wind aus SüdsüdOst, so dass wir aus Saint Vaast herauskreuzen müssen. Wellen und Wind sind richtig gut und wir haben ja Zeit.

Thomas meint auf einmal, würden wir so weiter fahren, wären wir Morgen früh in Calais. Hhm. Vor gefühlt einer Woche habe ich noch verkündet, dass ich bis zur Rente keine Nachtfahrten mehr machen werde und da sitzen wir nun. Wir müssen bald schon zu Hause sein, wollen unbedingt noch länger in Blankenberge und auf Texel bleiben, das Wetter wird schlechter,… Es segelt sich gerade so gut und auch ohne Vorbereitungen für eine Nachtfahrt – wir haben ja eigentlich alles – halten wir Kurs auf Calais.

Wir segeln am Wind, entlang des Verkehrstrennungsgebiets, so dass wir viele dicke Schiffe neben uns sehen, die aufgereiht, wie eine Perlenkette nachts leuchten. Der Wind dreht leider nicht wie angekündigt weiter südlich, so dass wir am Wind bleiben muessen und in die Wellen krachen, wobei man nicht gut schlafen kann. Als der Wind auf 5 zulegt, machen wir auch das zweite Reff ins Großsegel und reffen die Fock. Hinzu kommt, dass unser Autopilot nicht mehr zuverlässig Kurs hält. Er variiert zwischen 40 Grad abfallen und 40 Grad weiter anlufen, so dass die Segel flattern und wir weiter in die Wellen krachen. Super! Selbst ans Ruder zu gehen ist allerdings nicht wirklich eine Alternative. Wenigstens brauchen wir beim am Wind Kurs keine Sorge vor einer Halse zu haben. Unser Toplicht hat sich nach etwas an und aus auch verabschiedet. Es muss natürlich immer das Licht kaputt gehen, wo man mal eben nicht dran kommt!

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Nach 10 Stunden Dunkelheit sind wir doch sehr erleichtert über das Tageslicht und noch mehr erleichtert, als wir endlich abfallen lassen können und die Segel wieder ausschütten können.

französischer Fischer vor Klippen

französischer Fischer vor Klippen

Nachmittags fängt es wieder an zu nieseln.

121008_Dt_SeglerDas einzige Segelboot, dass uns entgegenkommt, ist ein Deutscher.

Frachter in Waschküche

Frachter in Waschküche

Vor Calais sehen wir viele Fähren, fahren aber mit der Tide weiter bis Dunkerque, dort fahren gerade zahlreiche Frachter rein (danke AIS).

121008_Dunkerque_LeuchtturmMit dem letzten Tageslicht kommen wir müde in Dunkerque an, Puh.

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