20.07.2013 Enkhuizen – Makkum (25 sm)

Bei bedecktem Himmel gehen wir noch eine Runde im wunderschönen Enkhuizen spazieren, essen ein Eis und kaufen uns Fischbrötchen für unterwegs.

20.07. Code0 P1170683Mittags geht es los, erst am Wind (was sonst) mit Fock und Groß, dann sogar kurz schön mit Code Zero. Mit dem Wind kommt auch die Sonne raus, wir wechseln auf die Fock. Herrlich bei super Wetter, zwar am Wind, aber immerhin ohne kreuzen zu müssen. Vor Stavoren schläft der Wind kurz ein, so dass wir etwas motoren. Dann geht es mit Fock und CodeZero im Wechsel weiter. Ein super schöner Urlaub ging viel zu schnell vorbei. Waren wir wirklich 4 Wochen unterwegs? Anstatt nach Norwegen, wie geplant, sind wir aufgrund des Windes in den Solent und nach Frankreich gefahren. Der Solent ist wirklich ein schönes Segelrevier, schade nur, dass er so weit weg ist. In den letzten beiden Wochen kam der Sommer endlich durch, so kommen wir braungebrannt und mehr oder weniger erholt nach Hause. Mit der Sonne hat auch der Wind gedreht und so hatten wir quasi nur am Wind Kurse, die ganz schön anstrengend sein können.

 

19.07.2013 Amsterdam – Enkhuizen (38 sm gekreuzt)

 

volle Oranjesluis

volle Oranjesluis

Nach einem kleinen hin und her entscheiden wir uns doch, weiter zu fahren. Gegen Mittag legen wir ab und kommen problemlos durch die (volle) Oranjeschleuse und die Brücke. Danach fängt das Kreuzen an, was sonst! Mit einem Reff im Groß und der Fock kommen wir gut voran, nur halt nicht in die Richtung, in die wir wollen.

Marken

Marken

Irgendwann nach 18 Uhr sind wir weder in Horn noch in Enkhuizen noch in Lelystadt angekommen, so dass wir den Motor anmachen und bis Enkhuizen mit Großunterstützung fahren. Wir dürfen gleich in die Schleuse und fahren wieder in den großen Hafen in Enkhuizen. Der Cockpitabend wird frühzeitig abgebrochen, weil wir sonst an lebendigem Leib aufgefressen worden wären.  Unser letzter Abend an Bord! Irgendwie traurig. Wo ist nur die Zeit geblieben?!

18.07.2013 Scheveningen – Amsterdam (46 sm)

So hat uns heute Nacht kein Päckchenlieger geweckt, aber die Tide für die Weiterfahrer liegt mit mitten in der Nacht auch wirklich ungünstig. Also schlafen wir bis 8 Uhr, duschen und frühstücken Müsli und fahren mit der Tide in die an andere Richtung gegen 10 Uhr ab. Kurz vor uns hatten ein paar andere Segler abgelegt, wovon uns einer schon in der Hafenausfahrt wieder entgegen kommt. Es hat sich ein so dichter Nebel gebildet, dass man nicht mal die Hafenausfahrt sieht. Endlich kann unser Radar mal zum Einsatz kommen! Auch ein weiterer Entgegenkommer wird uns super angezeigt, bevor wir ihn mit bloßem Auge sehen können. Nach kurzer Zeit sind wir richtig nass, obwohl es nicht regnet. Aber so schnell wie er gekommen war, geht er auch wieder und die Sonne scheint.

 

kreuzen vor Zandvoort

kreuzen vor Zandvoort

Wir haben zunächst 3, später 4 natürlich genau von vorne, aus NE, so dass wir dicht unter Land (weniger Wellen) kreuzen. Zwei andere Scheveninger motoren gegenan und sind auch nicht schneller.

 

 

 

 

 

 

Ijmuiden

Ijmuiden

In Ijmuiden sind wir froh, in der Schleuse zu sein, was für ein Ritt! Irgendwie müssen wir diesen Urlaub immer gegenan! Wir hatten noch keinen Raumwindkurs! Aber wenigstens gutes Wetter, da wollen wir mal nicht meckern.

 

 

 

 

 

In Amsterdam gehen wir in den neuen Hafen (Marina Amsterdam), von dem uns unsere Ex-Maxi-Nachbarn erzählt hatten, ein sehr schöner Hafen, Strom, Wasser, Internet inklusive, leider sind die Sanitäranlagen noch nicht fertig und die vorübergehenden leider nicht ausreichend und ungepflegt. Wir fahren mit der Fähre (immer zur halben Stunde 00 und 30) rüber in die Stadt (dauert länger als vom anderen Hafen aus), essen ein Eis und decken uns bei SushiMe ein, um einen Sushi-Cockpit-Abend zu machen. Lecker!

 

17.07.2013 Niewpoort, BE – Scheveningen, NL (86,5 sm)

 

Nachdem wir Gestern nach einer kleinen Grundreinigung und einer Ladung Wäsche in den Ort Niewpoort Bad gegangen sind, treffen wir unsere ehemaligen Maxi-Nachbarn aus Makkum auf einen Schnaps. Später trinken wir noch einen Schnaps mit den Holländern nebenan, die sich über Ihre laut fernseh schauenden Nachbarn ärgern. Also doch ein bischen Geburtstagsparty.

Hoeck van Holland

Hoeck van Holland

Eigentlich wollten wir noch nach Blankenberge, doch es ist wieder stärker werdender Nordostwind angesagt und dann würden wir nicht mehr außen herum zurück kommen. Auf die stehende Mast Route haben wir auch keine Lust, also fahren wir heute gleich bis Scheveningen. Ohne Motor kommen wir nicht hoch genug an den Wind, dann nimmt der Wind ab und wieder zu, es ist ein hin und her. In einer Tide ist die Strecke nicht zu schaffen und die Geschwindigkeit gegen die Tide und das Nichtsegelnkönnen deprimiert.

 

Doch kommen wir spät in Scheveningen an und legen uns ins Päckchengemenge. Gut, dass die Tide für die Weitersüdlichfahrer nicht so super passt und wir nicht in der Frühe geweckt werden!

 

15.07.2013 Bologne sur Mer, Frankreich – Niewpoort, Belgien (59 sm)

 

Cape Gris Nez

Cape Gris Nez

Nach dem Stadtbummel können wir tidenbedingt erst um 14 Uhr los und schießen dann mit 3 Knoten Tide am Kap Gris Nez vorbei (wo jetzt ein Fischerfähnchen weniger steht).

Die Sicht ist so gut, wir können fast schon die Fähren in Dover einfahren sehen.

 

 

 

4 Tugs helfen bei der Einfahrt nach Dunkerque

4 Tugs helfen bei der Einfahrt nach Dunkerque

Das bischen Wind, das weht, kommt natürlich genau von vorne, so dass wir motoren. Die Sonne scheint so schön, dass ich Barfuß und in Bikini und Thomas oben ohne fährt, ich glaube, das ist Premiere! Unterwegs gibt es die leckeren Nordseekrabben, Camembert mit Baguette.

 

Hafeneinfahrt Niewport

Hafeneinfahrt Niewport

Schließlich kommen wir in der Dämmerung in Niewpoort an und entscheiden uns für den kleineren Hafen, näher an Niewpoort Bad, wo wir im Päckchen legen. Es gibt Wasser, Strom, Duschen, Internet inklusive.

 

14.07.2013 St. Valery sur Somme – Bologne sur Mer (44 sm)

Baden in der Fahrrinne

Baden in der Fahrrinne

In St. Valery sur Somme gehen wir noch eine Runde über den Markt, hoch zur Burg und schauen mit dem Fernglas die riesigen, trocken gefallenen Flächen an und fahren dann 2 Stunden vor Hochwasser mit einigen anderen Booten los.

 

 

 

 

 

mit der Tide kommen alle aus den Mäuselöchern

mit der Tide kommen alle aus den Mäuselöchern

Die Tide läuft uns mit bis zu 3 Knoten entgegen und wir brauchen 2 Stunden bis wir aus der geschlängelten Fahrrinne wieder bei der Ansteuerungstonne AtSo sind.

 

 

 

 

 

 

 

At So Ansteuerungstonne St. Valery sur Somme

At So Ansteuerungstonne St. Valery sur Somme

Da so gut wie kein Wind ist, motoren wir mit Groß und Fock, später nur mit Groß und irgendwann ohne Segelunterstürzung. Es gibt Pizza, warmen Schoko-Pudding und wir pulen die Nordseekrabben unterwegs. Weil wir erst so spät draußen waren, ist die Tide nicht mehr lange mit und, aber nah an Land ist die Strömung dann doch nicht so stark.

 

 

warten auf das Feuerwerk

warten auf das Feuerwerk

Mit der Dämmerung erreichen wir Boulogne, wo uns viele Schiffe inkl. mehrerer Rahrsegler entgegen kommen. Über Funk hören wir vom kommenden Feuerwerk und drehen gleich wieder um. Das schauen wir uns doch auch aus dem Vorhafen an.

 

 

 

 

 

Rahrsegler warten auf das Feuerwerk

Rahrsegler warten auf das Feuerwerk

Heute ist Nationalfeiertag (schon in St. Valery sur Somme waren viele Leute auf der Straße und wir haben einen Spielmannszug gesehen).

 

 

 

 

 

 

 

 

Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag

Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag

Nach dem tollen Feuerwerk blasen auch wir ordentlich ins Nebelhorn und fahren dann erst in den Hafen. Die Liegeplätze an den Schwimmstegen in der Marina sind voll, so dass wir ins Päckchen an den Rand gehen. Die kurze Nacht (unsere „Päckchen“nachbarn wollen um 6 Uhr los) ist recht unruhig, man hört die Straße, öfter einen Krankenwagen mit Sirene und die Fischer nebenan die Kisten werfen und rangieren. Duschen, Internet, Wasser und Strom sind inklusive. Die Hafenpreise sind im Vergleich zu England schon wieder günstig. Die Stadt mit einer kleineren Fußgängerzone ist gleich um die Ecke (hier gibt es Sephora, blöd, dass ich gerade nix brauche).        .

 

12.07.2013 Dieppe – St. Valery sur Somme (36 sm)

 

Kurzfristig entscheiden wir uns anstatt nach Le Treport nach St. Valery sur Somme zu fahren. Ein Telefonat mit Renate und Gerd und ein Blick in das Buch vom Hafenmeister hat uns überzeugt, dass man entgegen den Angaben im Reeds wohl die Marina in Le Treport nicht nutzen kann, wir machen daher schnell los und fahren bis St. Valery sur Somme. Erst kreuzen wir bei NNO 3-4 vor dem Atomkraftwerk entlang, bis wir schließlich den Motor anmachen um höher an den Wind zu kommen und um rechtzeitig da zu sein. Wir funken zweimal den Hafen an und lassen uns bestätigen, dass wir um diese Zeit mit unserem Tiefgang noch rein kommen.

Die Betonnung ist teilweise etwas irrefuehrend, die Einfahrt zieht bzw. schlängelt sich dahin und das Wasser fließt ab (bis zu 8m Tiedenhub)! Schlecht von uns geplant! Man sollte hier genau wissen, wann man wo sein muss um es zu schaffen und auch die entgegenlaufenden 2 Knoten Tide berücksichtigen, am Besten vorher im Internet den genauen Weg des Kanals ansehen, weil der in unserer Karte und im Reeds nicht genau steht, da er sich ständig ändert.

Dampflock

Dampflock

Im schönen Hafen dann doch sicher angekommen, belohnen wir uns mit einem leckeren Essen im Les Pilots (wurde vom Hafenmeister empfohlen) und einer Flasche Wein. St. Valery sur Somme ist ein super schöner Ort mit vielen süßen Geschäften und einer kleinen alten Dampflock, die quasi um den Hafen herumfährt.

14.07. Lok P1170227

 

 

 

 

 

 

 

 

13.07. LWII P1170205

Niedrigwasser

Bei Niedrigwasser sieht es aber ziemlich gruselig aus, denn es fällt bis 3 sm ins Meer hinein trocken.

Die süße Marina hat Strom, Wasser, Internet, Duschen inklusive, schön hier!

09.07.2013 Chichester, UK – Dieppe, F (97 sm)

Hätten wir keinen Urlaub, würden wir nicht um 4.30 Uhr aufstehen.

Aber die Tide ist unser Wecker.

09.07. Hafenausfahrt P1160910

Hafenausfahrt

Es ist kurz vor Niedrigwasser und so fahren wir aus dem gruseligem Fahrwasser des Hafens raus.

Überall ist der Wasserstand noch mind. 1 m höher als in der Karte eingezeichnet, etwas weiter draußen setzen wir auf einmal auf. Hier sollte es laut Karte gut 3 m tief sein! Der Motor kann uns nicht freibekommen, wir liegen ca. 30 Grad schräg und mit der Tide die noch aus dem Hafen zieht und dem Wind vom Land hört man den Kiel und das Ruder im Sand reiben. Schrecklich. 09.07. Shit P1160936Thomas ruft Solent Coastguard über Funk an, die uns erst raten, es einfach auszusitzen, bis der Wasserstand steigt, schicken dann aber doch ein Rettungsboot Hayley Rescue aus der Sparks Marina. Während er an dem Spifall zieht und uns weiter kränkt, kommen wir frei und sind schnell wieder im tiefen Wasser. Hayley Rescue informiert uns, dass es sich um eine kürzlich entstandene, in der Karte nicht verzeichnete Sandbank handelt. Was für ein Schreck! Dem Ruder und dem Kiel scheint aber nichts passiert zu sein, wir entscheiden uns weiter zu fahren.

09.07. Welle IV P1170038Erst ist der Wind sehr sehr unbeständig, gegen Mittag kommen die angesagten 4-5 in Böen 6 Beaufort aus Nordost und die dazugehörigen Wellen.

09.07. Welle III P1170012Irgendwann haben wir alles gerefft was wir können und sind immer noch -mittlerweile sogar gegen die Tide- über 5 Knoten schnell.

09.07. Dieppe P1170082

Dieppe

Durch den Zeitverlust sind wir erst um 22.30 Uhr im Hafen von Dieppe. Der Hafen ist bei Nordostwind nicht vor den Wellen geschützt, der laut Reeds „effective breakwater“ ist praktisch nutzlos. Naja, so warden wir auch noch in den Schlaf gewogen. Und das tun wir auch, endlich mal ausschlafen.

Der Hafen hat gute Schwimmstege, die in geringer Anzahl vorhandenen Sanitäranlagen, Wasser, Strom und 3 Std. Internet sind inklusive.

Am 10.07. holen wir das Wasser aus dem Schiff, es ist eine Welle reinglaufen und mehrere über die Backskisten (und uns) gegangen, so dass sich ca. 3 Liter Wasser unter den Bodenbretter gesammelt hat. Wir putzen und räumen, bis es 5 Uhr ist. Dann geht es in den Ort. Die Sonne scheint heute genau wie Gestern, ohne den Wind wäre es zu warm.

10.07. Dieppe P1170101

Dieppe Surfer und Segler

Am 11.07. stellen wir fest, dass Dieppe nicht unbedingt zum Fahrradfahren geeignet ist, es gibt in der Touristeninfo ein extra Prospekt mit Fahrradwegen. Die Wege sind auch schön breit, aber führen genau an der Hauptstraße entlang.

08.07.2013 River Hamble – Chichester (27 sm)

Segler vor Fähre vor Portsmouth

Segler vor Fähre vor Portsmouth

Wir können am Wind (4 aus Nordost) bis direkt vor die Einfahrt von Chichester segeln.

Dort fahren wir erst noch hoch in den Chichester Channel und ankern vor Itchenor. Anna weiß gar nicht, was sie machen soll, die Tide mit 2 Knoten läuft flussauf und der Wind bläst mit 5 Beaufort raus. Doch als wir die Ankerkette etwas kürzer halten, geht es besser. Es ist wieder ein super sonniger Tag, mit strahlend blauem Himmel, so dass man es im Cockpit kaum aushält (aber wir beschweren uns nicht über das Wetter!).

08.07. Frauki P1160874Es dauert nicht lange, da hat Thomas seinen Taucheranzug an und ist im (kalten) Wasser. Er putzt einmal um den Wasserpass herum (ach wenn er nur zu Hause so ein Putzteufel wäre). Dann springe auch ich rein und wir schwimmen etwas um das Boot. Die Strömung kippt gerade, als wir uns abduschen (es lebe die Heckdusche mit Warmwasser) und da kommen auch schon wieder die grünen Teppiche flussabwärts geschwommen. Also alles richtig abgepasst. Nach dem Mittagessen fahren wir gemütlich in den Hafen (Sparks Marina), von hier können wir Morgen früh schnell raus und die Tide nutzen.

Niedrigwasser

Niedrigwasser

Der Hafen hat einen 24 Std. Zugang, obwohl das viele Land -um uns herum- wirklich bedenklich aussieht.

Es gibt sehr gute neue Sanitäranlagen (Wasser, Strom, Duschen mit Fön inkl.), Internet zum Bezahlen.

Im Hafen trinken wir noch innerhalb der happy hour ein paar Bierchen im Schatten des Restaurants und unterhalten uns nett mit einem englischen Ehepaar, das wohl schon an allen schönen Orten der Welt gechartert hat.

07.07.2013 Yarmouth – River Hamble (14 sm)

Sonne satt!

07.07. APL Chongoing 349m P1160752

APL Congoing 349 m

Schon um 7 Uhr scheint die Sonne so stark, dass wir im T-shirt ablegen. Mit der Tide sind wir super schnell schräg über den Solent gefahren, dass wir schon um 9 Uhr im Hafen sind. Wahnsinn, wie viele Schiffe hier im River Hamble liegen, es gibt allein 5 große und mind. 3 kleine Marinas.

Heute ist der hottest day of the year! Da werden seltene Sätze, wie: „Schatz, cremst du mir mal den Rücken ein“ oder: „kann ich jetzt in den Schatten“ an Bord gesprochen. So schön das auch ist, Südsee wäre wohl nichts für uns.

Die erste Marina meinte, wir wären zu früh, wir sollten bis 11 Uhr warten und müssten dann nochmal fragen, wo denn eine Box frei ist. Die nächste Marina (Mercury Yacht Harbour) gab uns gleich einen Platz. Hier sind wir zwar nicht so zentral und hier liegen  nicht sooo viele Schiffe, aber die Sanitäranlagen und der Hafen sind sehr sauber. Es gibt Schwimmstege mit Wasser, Strom, Duschen mit Fön und Glätteeisen (! :))inklusive. Es gibt Internet zum Bezahlen oder im Restaurant und natürlich eine kleine Chandlery (Hatch Cover).

Als Thomas einem Engländer beim Ablegen hilft, weil sich eine Leine verfangen hat, bedankt er sich mit „Merci“. Tja, letztens waren wir noch Holländer, jetzt sind wir Franzosen. Sehr merkwürdig, die Engländer!

06.07.2013 Poole – Yarmouth (Isle of Wight) (22 sm)

Wie Sie sehen – sehen Sie nichts!

06.07. Old Harry P1160589

Old Harry Rocks im Nebel

Gestern waren wir noch bei herrlichstem (endlich Sommer) Wetter mit den Fahrrädern nach Bornemouth gefahren und hatten während wir die Füße am Strand ins Wasser hielten die Felsen von Old Harry und zur anderen Seite die Isle of White in der Ferne sehen können. Heute Morgen ist es so diesig, wir können die Insel erst nach 2 Stunden Fahrt ausmachen. Es ist so gut wie kein Wind, wir legen schon um 6 Uhr ab, um die Tide noch zu erwischen, also verschwenden wir keine Zeit und motoren.

06.07. NeedlesP1160670

Needles

Diesmal mit Kurs auf die Needles, diesen Sightseeingschlenker gönnen wir uns!

Gerade in den Solent gefahren, läuft die Tide schon gegen uns, da biegen wir doch gleich nach Yarmouth ab. Um 10 Uhr schon im Hafen sein, ist auch schön!

Yarmouth hat 2 Hafenmeister, die uns in Schlauchbooten entgegen kommen. Diese beiden sind auch gut beschäftigt, denn ständig kommen neue Boote rein. Außerdem kommen alle paar Minuten die großen Fähren. Es gibt gute Schwimmstege, Wasser, ein Registrierungsinternet inklusive, Duschen 1,30 und Strom kosten extra.

06.07. FreshwaterBay P1160703

Freshwater Bay

Unser netter Nachbar, der gerade -einfach so- zwei große Fahrräder in seinem 30 Fuß Schiff verstaut schenkt uns seine Karte und empfiehlt uns eine Fahrradstrecke von Yarmouth entlang des Flusses bis zur Freshwater Bay. Nach einer Stärkung mit Fish & Chips radeln wir los.

06.07. ChalkCliffs P1160713

Kreide Felsen auf der Seite des Englischen Kanals

Auf dem Rückweg halten wir noch am Monument Tennyson’s – bzw. krackseln mit unseren Sandalen den steilen Weg hoch. Dies muss der höchste Punkt der Insel sein! Von hier können wir super schön über die Insel, den Englischen Kanal und den Solent sehen.

04.07.2013 Beaulieu River – Poole (40 sm)

Die Tide sei mit euch!

Nach einem Pancakefrühstück zum Independence Day legen wir ab und fahren mit Vorsegel und Motor den Fluss zurück in den Solent.

Dort müssen wir bei 4-5 aus SW hart am Wind kreuzen, wir starten mit einem Reff im Groß, machen aber bald ein zweites rein und reffen schließlich auch die Fock. Kurz überlegen wir, ob wir nicht doch nur bis Yarmouth fahren, entschließen uns dann aber die Tide zu nutzen. Zwischen dem Ende der Isle of Wight und dem Festland ist das kreuzen gar nicht mehr so schlimm, weil man dank Tide doch noch gut voran kommt.

04.07.2013 Needels im Regen

Needles im Regen

Die Needles hängen im Regen, wir bekommen aber nur Salzwasser ab. Der Wind ist unbeständig, so dass wir zwischendurch die Besegelung – also die Reffs wechseln.

04.07.2013 Landungsboot

Landungsboot

Letztenendes können wir dann aber doch noch bis genau vor den Steg segeln. Dann heißt es schnell Fender raus und Leinen dran, denn wir sind in Poole.

04.07.2013 old harrys rocks

Old Harry’s Rocks

Und hier scheint sogar die Sonne! Neben den Sunseekers aus der hier ansässigen Werft sehen wir auch tolle andere Boote. Entlang der Hafeneinfahrt gibt es viele Bojen zum Festmachen, doch wir gehen in die Marina Poole Quay, schon allein wegen dem Wind. In dem riesigen  Naturhafen gibt es kaum Tidenhub und viele Bojen um die Brownseeisland. Wir haben Wasser, Strom und Duschen inklusive. Internet zum Bezahlen oder im Restaurant an der Promenade. Es war ein anstrengender hart am Wind Tag, der aber sehr schön und mit Sonne geendet ist. Endlich haben wir die Hafeneinfahrt im Hellen gesehen, vor 4 Jahren sind wir im Dunkeln rein und im Dunkeln raus, doch so eilig haben wir es diesmal nicht.

Pool wird diesen Urlaub unser westlichster Anlaufpunkt sein, denn es ist schon fast die Hälfte um und wir wollen ja noch viel sehen!

03.07.2013 Cowes, Isle of Wight – Beaulieu River, GB-„Festland“ (7 sm)

Vormittags spazieren wir noch einmal durch Cowes und tanken Wasser nach. Gegen Mittag legen wir ab und motoren das kurze Stück rüber in den Beaulieu River (der Wind kommt mal wieder genau von vorne). Hier ist fast Niedrigwasser, aber gerade noch genug für uns.

Entlang des Flusses gibt es viele Bojen und Stege zum Festmachen, doch wir fahren bis ganz durch in die recht teure Marina (Englands Hafengebühren sind eh Wahnsinn).

03.07. BucklersHard P1160347

Buckler’s Hard Werft

Aus dem Cockpit schaut man auf Buckler’s Hard, dass früher eine bedeutende Werft für die Royal Navy war. Nach einem kleinen Landgang machen wir es uns im Cockpit gemütlich und Abends kommt sogar noch die Sonne raus.

03.07. Ente P1160355

Verwaschene Ente

Ein Schwanenpaar und ein paar Enten schwimmen um uns herum und auch sonst ist es sehr schön idyllisch ruhig.

03.07. Cockpit P1160379

Blick aus dem Cockpit

Bei Hochwasser sieht es natürlich am Besten aus. Noch vor dem Hafen der Dauerlieger ist ein Steg entlang des Flusses für Besucher. Hier gibt es auch Diesel. Duschen, Wasser und Internet sind inklusive, Strom kostet extra.

02.07.2013 Shoreham – Cowes, Isle of Wight (44 sm)

Als wir um 4.20 Uhr aufstehen, ist es schon hell. Wir gehen mit den beiden weiteren einzigen Besuchern des kleinen Hafens, dem englischen Motorboot und dem deutschen Segler, der von seinem Nachbarn für einen Holländer gehalten wurde und ein paar Fischern durch die 5 Uhr Schleuse. Erst haben wir keinen Wind und müssen motoren. Es ist diesig, aber nicht soo kalt. Dann kommt Wind auf und wir können segeln. Mit Code Zero, Groß und der Tide sind wir recht schnell, es reicht aber dennoch nicht, um nach Chichester zu gehen, also fahren wir weiter bis Cowes, da kommt man immer rein.

02.07. Solent und Schiffe, da stehen einem die Haare zu berge

Da stehen einem die Haare zu Berge

Die Tide ist im Solent recht stark, so dass man nicht unbedingt gegenan möchte.

02.07. Solent Hovercraft

Segler und Hovercraft

Wir sehen viele schöne Schiffe, der Solent ist quasi das Ijsselmeer der Engländer. Wobei hier noch mehr Schiffe auf einen Quadratmeter Wasseroberfläche kommen als im Ijsselmeer. Vor vielen vielen Jahren, war die Isle of Wight mit dem Festland verbunden und es floss der Fluss Solent. Erst durch den Anstieg der Meerespegel entstand die Isle of Wight.

Wir tanken am Pantoon zwischen den beiden Häfen voll und gehen in den Cowes Yacht Haven. Hier gibt es neue Schwimmstege, mit Wasser, Internet und Duschen inklusive, Strom kostet ca. 3 pound. Da wir so früh los gefahren sind, haben wir noch richtig was vom Tag und schlendern Eis und Fisch- und Chips essend durch den Ort mit seinen süßen kleinen Geschäften.

 

02.07. RYS P1160303

nichts los im RYS

Im Royal Yacht Squadron ist nichts los, 2 kleine unbedeutend schöne Schiffe und ein paar Leute in schicken Klamotten. Stricly Members only.

01.07.2013 Brighton – Shoreham (9 sm)

01.07. bye bye Brighton

Bye Bye Brighton

Nachdem wir gestern einen schönen Tag in Brighton verbracht haben (Shoppingbummel, Kino, im Cockpit relaxen) haben wir uns nach langem hin- und her entschieden, erst nach dem Mittag in den Solent zu fahren. Irgendwie passt die Tide so oder so nicht, entweder wir kommen gut mit der Tide hin, aber dann nicht in den Hafen oder wir müssen erst gegenan. Schon nach einer halben Stunde raus kreuzen, wo müssen wir hin? Ah ja, ganau dahin, wo der Wind herkommt! Bei 4 Beaufort, in Böen 5, und 2. Reff kommen wir zwar gut voran, aber leider nicht in die richtige Richtung. Auch mit den Wellen macht das keinen Spaß.

01.07. Schleuse verr[ckt

Schleusenschaumbad

Also gehen wir schon in den nächsten Hafen Shoreham. Hier wird man ganz merkwürdig geschleust (das Tor wird einfach geöffnet, bis wir ca. 2 m höher sind, als zuvor). Die Schleuse öffnet 24 Stunden am Tag, zum rein fahren immer zur halben Stunde, zum raus fahren immer zur vollen Stunde. In dem kleinen Hafen direkt hinter der Schleuse gibt es Strom, Wasser, zweckmäßige Duschen inklusive. Man bezahlt die Liegegebühr und die Schleuse im Yachtladen.

Wir trinken noch einen Bierchen im Pub mit Blick auf den Hafen und machen es uns dann im Cockpit gemütlich.