Amsterdam – Enkhuizen 32 sm

Sixhaven

Sixhaven

Da der Sixhafen heute noch voller war, als Gestern, können wir erst später los, aber hier läuft ja keine Tiede. Mit Wind wäre das nicht möglich. Unsere Nachbarn haben versucht mit dem Schlauchboot los zu fahren, aber sie sind nicht mal damit aus dem Hafen gekommen. Die Holländer haben auch Himmelfahrt und sind alle unterwegs. Wir gehen mit mind. 20 anderen Booten in die Schleuse. Die Brücke macht passend dazu auf (eigentlich nur jede halbe Stunde). Obwohl sehr wenig Wind ist und der genau von vorne kommt, versuchen wir zu kreuzen. Doch das funktioniert nicht sonderlich gut, wir kommen nicht wirklich voran. Dann holen wir den Code Zero raus, was etwas hilft, aber nunmal leider nichts an der Windrichtung ändert. Als der Wind etwas zunimmt, fahren wir mit Fock und Groß weiter. Im Windschatten unter der Sprayhood ist es dank Sonne kaum auszuhalten, aber im Wind am Ruder zieht man dann doch immer wieder die Jacke an. Immerhin kann ich etwas Barfußsegeln. Unterwegs gibt es Spaghetti mit Pesto. Irgendwann nimmt der Wind wieder ab und dreht, um dann wieder zuzunehmen, naja, wir schaffen es früher oder eher später bis vor die Schleuse von Enkhuizen. Dort suchen wir uns ein ruhiges sicheres Plätzchen zum Ankern. Das komplette Gegenteil vom Sixhafen! Sehr entspannend.

Ijmuiden – Amsterdam, 15,2 sm

Plattform

Plattform

Auch heute fängt es beim Pancakebacken im Cockpit an zu nieseln und hört erst in Amsterdam am Nachmittag wieder auf. Wir fahren mit 2 anderen Schiffen durch die „kleine Schleuse“ in den Nordseekanal. Tschüß Salzwasser, Tschüß Nordsee, bis bald! Der Nordseekanal ist immer wieder spannend, hier ist immer was los, auch wenn es heute recht kalt ist und man nass wird, beim Schiffe angucken. Unterwegs testen wir den Außenbordmotor und den Autopilot (beim Bootswaschen hat Thomas ein loses Kabel gefunden). Beide funktionieren wieder. Puh, was für ein Glück. Wir fahren in den Sixhaven, der ist so schön zentral und nah bei der Fähre und einem Supermarkt. Von dort aus geht es in die Stadt ins zum lecker Burger essen. Als wir zurück zum Boot kommen, ist der Hafen pickepackevoll gepackt. Sogar zwischen den Reihen liegen Boote, hier wird keiner weggeschickt. Eigentlich ist der Hafen viel zu günstig (17 Euro), für die Lage, auch wenn die Saniäranlagen nicht so toll sind. Und ein bischen (sehr langsames) Internet gibt es auch noch dazu.

Costa Mediterranea, 293 m lang

Costa Mediterranea, 293 m lang

Weil es uns so gut gefällt, bleiben wir noch einen Tag. Wir beobachten die Fähre beim Ablegen in Amsterdam, laut AIS ist sie auf dem Weg nach Hamburg und Nachmittags sehen wir sie im Internet vor Texel. Heute kommt endlich wieder die Sonne raus und so gehen wir im T-shirt in die Stadt, doch bereits nach einer Stunde sehnen wir uns nach dem ruhigen Cockpit.

Texel – Ijmuiden 40,5 sm

Schwimmen im Hafen von Texel

Schwimmen im Hafen von Texel

Gestern sind wir die meiste Zeit unter Deck geblieben, erst war es uns zu windig zum Rad fahren und dann zu nass. Wir haben anstatt Pannekoeken bei Catharinahoeve die leckeren Veronica-Pommes gegessen. Später ist Thomas dann noch schwimmen gegangen, mit Taucheranzug und Bürste (wie Jukeman).

 

Heute wollten wir eigentlich um 7.30 Uhr an der Hafenausfahrt sein, unsere Nachbarn schaffen das auch, wir legen jedoch erst um 8 Uhr ab. Im Vorhafen ziehen wir noch das Groß hoch (mit 1. Reff) und dann gehen wir vor den Wind bis zur Ecke Texel-holländisches Festland. Wir luven an und segeln mit ca. halbem Wind unter dem Festland entlang. Dann verlässt uns der Autopilot, er reagiert nicht mehr, so dass wir fast eine Halse gemacht hätten. Kurz darauf kommt die Fehlermeldung „Motor stall“. Na klasse! Nr. 2 und das bereits nach 1 Jahr! Demnach muss immer einer von uns am Ruder stehen. Nicht schön, bei dem Dauerleichtregen. Die, die eine halbe Stunde vor uns losgefahren sind, überholen wir auf halber Strecke, wir sind etwas weiter draußen, wo vermutlich mehr Wind und mehr Tiedenstrom ist. Das Groß haben wir ausgeschüttet und jetzt laufen wir teilweise bis zu 8 Knoten über Grund. Der Wind ist noch recht kalt und sogar Thomas trägt schon 3 Lagen. Wir machen die Heizung an, so kann sich wenigstens einer immer aufwärmen. Schließlich entscheiden wir uns, in Ijmuiden zu bleiben anstatt weiter nach Amsterdam zu fahren.  Dort legt Thomas einen Bootswaschday ein und Frauke macht Yoga an Bord (etwas eng). Der riesige Hafen ist halb leer und wo die Hiswa nunmehr in Amsterdam ist, wird er wohl auch nie wieder richtig voll.

Wir liegen am letzten Steg „M“, von dort kommt man recht zentral zur Rezeption, wo es die Barcodekarten gibt, die man für die Türen braucht. Der Liegeplatz vorn um die Ecke bei der Tankstation ist nicht für längeren Aufenthalt geeignet, durch die Wellen der vorbeifahrenden Schiffe, ist es eher gefährlich für das Boot. Das Duschschild „erst den Kaltwasserhahn aufdrehen“ ist dafür gedacht, dass man sich sonst verbrüht, wie ich schmerzvoll feststellen muss!

Internet gibt es leider nur von KPN (bezahlen).

Vlieland – Texel 38,5 sm

Nachdem wir Gestern einen super schönen sonnigen Gammeltag verbracht haben und beim Strandspaziergang Armin und Monika von der Feeling „Sophie“ getroffen haben (die trifft man auch überall, auf der Messe in Düsseldorf, beim Imbiss während des Winterlagers,…), geht es heute weiter.

Neuer Baum im Test

Neuer Baum im Test

Wir wollen „außen rum“ nach Texel (innen ist es zu flach). Doch wir haben nur Windstärke 2-3 aus NNO, viel weniger als angesagt. Wir testen unseren neuen Ausbäumer mit provisorischen Leinen, Aber auch Schmetterlingssegeln geht nur mit Wind. Kurz bevor wir eh an der Texel-ecke anlufen müssen, kommt etwas mehr Wind.

 

Auf einer Sandbank sehen wir ganz viele Seehunde in der Sonne liegen, und auch wir sonnen. Mit dem Wind im Gesicht, merkt man die Sonne gar nicht, naja, dann brauchen wir heute Abend halt kein Licht anzuschalten.
7 WelleAuf der anderen Texelseite müssen wir kreuzen. Der Wind legt weiter zu, so dass wir bald reffen. Das zweite Reff kommt noch kurz vor der Hafeneinfahrt rein. Im Hafen angekommen, ist schon Windstärke 6, weiter zunehmend. Nach dem wir gegessen haben, hat der Wind um 180 Grad gedreht und es regnet.

 

Merkwürdig finden wir das, obwohl wir doch im Winter das Wetterseminar besucht haben!
AIS Aufzeichnung: ttp://www.marinetraffic.com/en/ais/details/ships/211445150/vessel:ANNA

Makkum – Vlieland 28,5 sm

Unseren Kurzurlaub beginnen wir mit Pancake-Frühstück, danach baut Thomas flux die 3. AMG Batterie ein und Frauke verstaut das Essen und die Getränke.

Nach einem Abschiedessen bei Hoeks geht es dann Nachmittags los nach Vlieland. In der Kornwerderzandschleuse müssen wir ungewöhnlich lange warten, was nicht dadran liegt, dass die zweite Schleuse immer noch nicht funktioniert, sondern, dass der Schleusenwärter einfach nicht das Tor zumacht.

Endlich wieder segeln

Endlich wieder segeln

Nach 1,5 Std. sind wir endlich im Salzwasser und setzen Segel. Die Sonne scheint und wir kommen gut voran, herrlich! Wir kreuzen uns durch die enge Fahrrinne bis Harlingen.

Spinnaker

Spinnaker

 

 

 

Es dauert noch etwas, bis die Tiede mitläuft, doch dann kommen uns ungewöhnlich viele Boote mit Spinnaker entgegen. Was das wohl für eine Regatta ist, bei der die in die Dunkelheit gegen die Tiede segeln und dann noch das Pech haben, dass einfach zu wenig Wind weht.

 

4 SonnenuntergangUnser AIS, was wir voübergehend über die Mastantenne laufen lassen, funktioniert super, wir sehen sogar Schiffe vor anderen Inseln und in dem TSS vor den Inseln, bis zu 30 nm entfernt.

 

 

 

Nach 31, ja wirklich 31 Wenden sind wir kurz vor Vlieland und nehmen das Segel weg um das restliche Stück bis zum Hafen gegen die Tiede zu motoren.

Abschleppen

Abschleppen

Doch da winkt uns ein 50 Fuss Charterkahn heran, der quasi auf der Stelle segelt. Er hat ein Motorproblem, so dass wir ihn in den Hafen schleppen. Gar nicht so einfach, bei der Tiede, wir laufen bei über 3000 1/min unter 4 kn durchs Wasser und etwas über 2 kn über Grund. Alles geht gut und wir erreichen im letzten Tageslicht den Hafen.

 

Auf einmal ist es wieder warm. Der Wind war ohne Sonne doch recht kühl.

Wir sprechen noch nett mit unserem Nachbarn, einem Engländer, der aus Portland kommt und nach Schweden will. Könne uns nicht passieren, wir würden zu den Scilly Inseln fahren…

Später bekommen wir eine Email von Marinetraffic.com, die unsere AIS-Positionen mitgeschrieben hat, also der AIS-Sender funktioniert dann wohl auch, super!

Makkum – Texel 23 sm

Wie fast jedes Jahr geht unsere ERSTE Fahrt nach Texel. Leider hat nur eine Schleuse auf und wir müssen doch etwas länger warten. Leider ist kaum Wind, so dass wir viel motoren, aber immerhin hilft uns die Tiede. Erst auf ca. halber Strecke kommt Wind auf und wir segeln herrlich gen Texel. Dort fahren wir mit Rad zum Slufter, liegen in der Sonne am Strand, gehen Pannekoeken und Swirleis essen.
1.Mai-WE auf TexelSuper schön! Leider ist auch auf dem Rückweg zu wenig Wind zum Segeln.