Portland – Dartmouth, 53,5 sm

Portland Bill und Pulpit Rock

Portland Bill und Pulpit Rock

Wir sind heute nahe um Portland Bill herum gefahren, dort kann sich aufgrund der Tidenströmung und der stark abfallenden Wassertiefe eine gefährliche Race aufbauen. Da heute aber wenig Wind ist und die Tide gerade kippt, merken wir davon praktisch nichts. Kurz vor Portland Bill können wir sogar segeln, mal mit Codezero, mal mit SWF. Unterwegs kochen wir Ravioli und benutzen unsere neue Kamera sogar unter Wasser.

Leider begegnen uns – wie vor 4 Jahren- keine Delfine.

Dartmouth

Dartmouth

Doch dafür ist Dartmouth, inklusive spektakulärer Hafeneinfahrt schöner, als wir es in Erinnerung hatten. Wir gehen auf die Kingswearseite in den Darthaven, dort müssen wir am Besucherschwimmsteg ins Päckchen, denn sonst ist (auch nicht in der Marina) kein Platz mehr frei. Wir legen uns neben ein paar Holländer, wo der Mann fragt, ob wir Belgier sind, grrr.

Wir gehen duschen und genießen Chips und Bier im Cockpit mit super Ausblick auf Dartmouth.

Poole – Portland, 33 sm

Old Harry Rocks

Old Harry Rocks

Mit einer super Tidenplanung düsen wir heute nach Portland. Auf der rechten Seite sehen wir die Old Harry Rocks, an denen wir aufgrund des guten Wetters nah vorbei fahren können, sonst sollte man schon allein wegen dem Race die Kaps großzügig umfahren.

Bald können wir segeln, erst mit vollem Groß, dann mit einem Reff und SWF, auch wenn der Wind anstatt wie angesagt von Nord aus Süd-West kommt.

Auf unserer Sightseeing-Route geht es weiter zur Lulworth Cove, wir segeln nur mit Groß hinein, um ein anderes Boot herum und wieder heraus.

Die Bucht ist auch bei dem aktuellen Südwest 4 noch geschützt und tief (nur sind uns hier für einen sonnigen Sonntag zu viele Leute).

Durdle Door

Durdle Door

Weiter geht es zum nur 10 Minuten entfernten Durdle Door, ein Kind schwimmt gerade durch den Bogen und am Stand steht ein Brautpaar, was sich vermutlich über das Segelboot im Hintergrund ihrer Hochzeitsfotos freuen dürfte. Vor Portland kreuzen wir uns heran und segeln durch die Nordeinfahrt in den Außenhafen, bis kurz vor die super neue riesige Marina. Hier liegen wir gut geschützt, haben Strom, Wasser, Internet und super Duschen (die besten bislang).  Durch den Easteingang darf man angeblich so fahren, wenn keiner in der Nähe ist, sonst sollte man bei Portland Harbour Radio auf Kanal 74 nachfragen. Die südliche Einfahrt ist gesperrt (mit Kabeln über ihr). Wir dachten, dass Wasser in Dover wäre schon klar, aber hier es das Wasser noch klarer. Man kann vom Steg aus den Kiel sehen. Leider sieht man auch Quallen, die man lieber nicht sehen möchte, sie haben einen Durchmesser von mindestens 40 cm.

Den super Segeltag lassen wir mit einem Guinness im Cockpit ausklingen.

Cowes – Poole 34,5 sm

Needels

Needels

Gemütlich nach dem Frühstück fahren wir los, zunächst mit erstem Reff im Groß und der Fock, denn wir müssen hart an den Wind (4 aus WSW) aber die Tide beginnt zu schieben. Wir kreuzen uns mit einigen anderen Booten durch den Solent, durch die Enge schießen wir förmlich durch. Schlagartig haben wir nur noch ein paar Boote um uns, die mit uns gehen. Wir machen einen kleinen Sightseeing-Umweg zu den Needles. Danach wird die See ruppiger, der Wind nimmt zu und dreht ein wenig nach SW, wir reffen auch die Fock.

Über uns kreisen zwei Red Arrows, die wir schon aus Schottland kennen.
Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 7 Knoten kommen wir viel früher als gedacht vor Poole an. Ebenfalls anders als erwartet, legt der Wind hier unter Land nochmal zu, aber gut so, denn jetzt sind wir so früh, dass die Tiede noch mit bis zu 3,5 Knoten gegen uns läuft.

ChainFerry

ChainFerry

Die Kabelfähre macht uns etwas Angst, zieht aber den schwarzen Ball (das Abfahrtzeichen) erst nach uns hoch.

 

 

 

 

Das Naturhafenbecken kocht quasi, Wind um 5-6, Tide volles Brot raus und wir mittendrin. In Poole gehen wir wieder in den Poole Quay Hafen, der super zentral liegt, aber leider nicht ganz billig ist (ca. 45 € pro Nacht).
Wir bleiben dennoch eine zweite Nacht. Die Marina ist einfach super gelegen, die Duschen sehr gut und die Waschmaschine und Trockner mit 3,50 Pfund (zusammen) auch relativ günstig, nur das Internet läuft nicht wirklich. Am 28.06. gehen wir in die Stadt und beobachten die farbenfrohen Engländer bei einem Starbucks Kaffee. Frauke findet sehr günstige englische Second Hand Bücher und einen Lush Laden, außerdem gönnen wir uns nochmal Fish and Chips (die im blauen Haus an der Hafenpromenade sind die Besten). Hier ist heute eine Volksveranstaltung mit Umzug, schade, dass es Abends regnet.

Brighton – Cowes, 50 sm

Von der Brighton Marina sind wir etwas enttäuscht, seit dem wir das erste Mal vor 5 Jahren hier waren, haben die nichts gemacht. Unsere Klampe wackelt gefährlich und es gibt viele heruntergekommene Boote. Wir überlegen, nächstes Mal doch nach Eastbourne oder Shoreham zu gehen.
Schmetterling du kleines Ding Mit einer Tiede schaffen wir es ohnehin nicht bis Cowes, daher fahren wir erst etwas gegenan, dann mit und dann wieder etwas gegenan. Der Wind kommt ganz schwach genau von hinten, so dass wir zum ersten Mal richtig Schmetterlingsegeln, mit dem neuen Spibaum, funktioniert super, der Codezero ist recht nachsichtig mit uns.

Abendstimmung in Cowes

Abendstimmung in Cowes

Zwischendurch müssen wir etwas motoren, doch wir kommen rechtzeitig zum Fish-and-Chips-Hunger an. Wir legen uns im Cowes Yacht Hafen so an einen Steg von dem wir aus dem Cockpit jedes Schiff sehen, das an Cowes vorbeifährt (Red Funnel Fähren fahren quasi 50 m neben uns her, die großen Containerschiffe die nach Southampton wollen, drehen genau vor Cowes, so schätzen wir, aus dem Cockpit, wer wohl wie lang ist…). Uns gefällt es hier so gut, dass wir 2 Nächte bleiben. Jetzt fängt der Urlaub richtig an! Am nächsten Tag ist mehr Wind und kaum Sonne, auch mal ganz gut für unsere roten Nasen. Der ganze Hafen rappelt, aber es ist noch gut auszuhalten, dennoch erfahren wir, dass hier bis Herbst 2015 ein neues Breakwater gebaut werden soll. Leider haben wir gerade die Cowes, around the Island Race verpasst, aber so bekommen wir hier wenigstens einen guten Platz.

wer möchte Schlauchboot fahren?

wer möchte Schlauchboot fahren?

Am 26. geht es auf Schlauchbootsafari. Wir fahren den River Medina bei auflaufendem Wasser hoch bis Newport. Im Reeds Almanac stand, dass über der Kette der Kabelfähre nur bis 1,70 m mit Wasser bedeckt ist, daher fahren wir statt mit Anna mit Joe, aber es liegen hinter der Fähre noch einige Schiffe, die definitiv einen höheren Tiefgang haben als 1,70 m.

Ende für uns, River Medina - Newport

Ende für uns, River Medina – Newport

Im Fluss hinauf liegen viele „Schiffe, die keiner mehr lieb hat“, neben vielen „Grünteppichen“ die wir umschippern sehen wir einige Schwäne, Enten mit Küken und Schulkinder die Segeln oder Rudern lernen.

 

 

 

Es gibt Fish and Chips (again) und ein leckeres Eis, mit Blick auf eine Regatta. Wir wundern uns über die vielen Segelgeschäfte, es scheinen jedes Jahr mehr zu werden.

Dover – Brighton, 64 sm

Fähre vor Dover

Fähre vor Dover

Dank der Stunde Zeitverschiebung tut 3:45 Uhr aufstehen nicht ganz so weh und außerdem sind wir ja Gestern auch schon so früh aufgestanden. Dennoch döse ich später noch einmal im Cockpit weg, kein Wunder, bei dem Geschaukel, denn wir können zumindest teilweise segeln, dank Codezero!

 

Beachy Head

Beachy Head

Bis nach Dungeness läuft die Tiede mit uns, danach nur leicht gegen uns und vor Beachy Head wieder mit uns, da kaum Wind weht, gehen wir schön dicht dran und machen tolle Fotos und Videos.

 

 

 

Neben den 7 Sisters können wir wieder segeln.
Außer Barfußsegeln gab es heute auch noch Bikini (Frauke) und „oben ohne“ (Thomas)-Segeln, puh ist das warm in England 
In Dover ist nach einem Sturm wohl die Hafeneinfahrt versandet, so dass wir erst noch am Kurzzeitlieger bleiben müssen, bis das Wasser etwas gestiegen ist und wir Tanken und in einen Liegeplatz wechseln können.

Nieuwpoort, BE – Dunkerque 18 sm – Dover, 42 sm

Niewport Hafenausfahrt im Sonnenaufgang

Niewport Hafenausfahrt im Sonnenaufgang

Unser Wecker klingelt um 5 Uhr, so dass wir mit dem Sonnenaufgang und der letzten Tiede nach Dunkerque starten. Hier kommt –zumindest kurz- zum ersten Mal der CodeZero zusammen mit dem neuen Spibaum zum Einsatz. Funktioniert super! In Dunkerque müssen wir feststellen, dass der Bootszubehörhänder unseres Vertrauens (U-Ship, bei dem wir letztes Jahr die Selbststeuerungsanlage gekauft haben) umgezogen ist und heute erst gegen Mittag aufmacht. Auch der Crevette-frisch-Fisch-Laden hat noch zu. Nur auf den Bäcker ist Verlass, also gibt es Croissant und Baguette im Cockpit.
Zu blöd, dass wir uns schon seit Gestern auf Crevette gefreut haben.
140623_Code 0Mittags geht es dann mit der Tiede weiter nach Dover, erst an Calais vorbei, dann quer durchs Traffic Separation Scheme, bis nach Dover. Die Sonne lacht, genauso wie der Käptn, denn wir können fast die ganze Zeit segeln, wo wir doch mit motoren gerechnet haben, aber mit Groß und CodeZero kommen wir sehr gut voran. Ein herrlicher Segeltag!

Scheveningen – Roompot Marina, Oosterschelde, 54 sm

neuer Steuermann

neuer Steuermann

In Schevingen erklären wir unseren Päckchen-Nachbarn noch, wann man los fährt, damit man um die Westkapelle mit der Tiede rum kommt um nach Vlissingen oder Breskens zu gelangen, doch wenn der Wind nicht wie angesagt aus West mit 3 sondern mit 4-5 aus Südwest kommt, dann klappt das nicht. Wir starten mit Groß und Motor gegen Wind und Tiede, doch bald nehmen die Wellen zu und wir kreuzen um  nicht so in die Wellen zu krachen. Vor Hoeck van Holland ist wenig los, aber einige Schiffe liegen auf der Reede. Wir kommen nicht schnell genug voran, auch nicht, als die Tiede endlich kippt, so werden wir es nicht um die Ecke Westkapelle schaffen und bei der Tiede will man vor Vlissingen nicht gegenan fahren und schon gar nicht im Dunkeln. Daher entscheiden wir uns Richtung Oosterschelde zu fahren, dort ist ein Anleger vor der Schleuse, der eigentlich nur Warteplatz ist.

Hier machen wir an einem Holländer fest, der in die Normandie will und um 12 Uhr ablegen möchte. Als wir feststellen, dass gleich hinter der Schleuse noch ein Hafen ist, fahren wir doch noch rein, zusammen mit zwei Belgiern. Den einen schleppen wir dann noch aus der Schleuse, denn er scheint etwas im Propeller zu haben. In der riesigen Roompot Marina haben wir Strom, daher gibt es als Abendbrot bzw. fast Mitternachtssnack ein Sandwichtoast. Thomas freut sich vom Weiten schon über den Wasserschlauch und befreit Anna vom Salz. Anschließend gehen auch wir duschen und dann erschöpft in die Koje.

 

Texel – Scheveningen, 64 sm

98 Frauke segeltDer Wecker klingelt um 6 Uhr und noch bevor wir unser Müsli essen, fährt ein anderer Segler los. Erst haben wir nur ca. 3 Beaufort aus NW, doch dann kommt eine dunkle Wolke, die Wind mitbringt. Mit der Tiede gehen wir noch um die Ecke und dann lassen wir abfallen. Der vor uns geht komischer Weise bei Ijmuiden rein, obwohl hier gerade die Tiede kippt, da hätte ich an seiner Stelle doch lieber ausgeschlafen. Aber vielleicht hat er auch einfach nur genug von dem Reff rein, raus, Regen, Sonne und dem Geschaukel das die WELLEN hier machen.

Wir fahren weiter Achterbahn, jetzt mit Tiede bis nach Scheveningen. Unser Segelmacher unseres Vertrauens würde die Stirn runzeln, aber unsere beste Beseglung bei 5-6 Beaufort schräg von hinten und diesen Wellen, ist nunmal das 1. Reff im Groß und die gereffte Fock. Naja, dafür brauchen wir vielleicht etwas früher als ungerefft eine neue Fock, da freut er sich wieder.
Auch wenn ich nicht viel tun musste, ich bin platt, denn: auch festhalten ist anstrengend, außerdem muss ich mich wohl erst noch an die Wellen gewöhnen.

Makkum – Texel, 24 sm

Da der Wind mal so gar nicht passt für senkrecht hoch über die Nordsee nach Norwegen, fahren wir heute zunächst nach Texel, so ist noch (fast) alles offen. Vor Norwegen bläst es aktuell und die nächsten Tage mit 20-30 Knoten aus Nord bzw. Nordwest, die Wellen sind bis zu 4 m hoch und es regnet teilweise.

Mit nur einem anderen Schiff gehen wir durch die Schleuse in Kornwerdersand. Die zweite Schleuse ist auch wieder in Betrieb, die Bauarbeiten scheinen beendet zu sein, passend für den Sommer.

Im Groß haben wir ein Reff und auch die Fock wird etwas eingerollt, so gehen wir hart an den zunächst mit 4-5, später mit 5-6 Beaufort starken Wind aus Nordwest. Dank Tiede laufen wir bis zu 9,6 Knoten.  Teilweise müssen wir kreuzen und bekommen auch zum Nieselwetter noch etwas Salzwasser ins Gesicht. Für einen Sommerurlaub muss sich das Wetter aber noch ändern! Dennoch sind wir froh, endlich los zu können J

99 Thomas schimmtThomas freut sich so doll, dass er trotz des kalten Wetters gleich (nur in Badehose) ins Wasser springt (und den Wasserpass putzt), sehr zur Freude der anderen Hafenbesucher.

Ijsselmeer Kurztrips

Am 07.06.2014 bekommen wir Besuch von Jessica und Sebastian. Beide machen sich sehr gut hinter dem Ruder. Bei super Wetter und halbem Wind geht es Richtung Stavoren, auf dem Rückweg lässt der Wind etwas ab und es setzen sich Fliegen aufs Deck, aber dennoch ein schöner Tag!

Am 09.06.2014 fahren wir nochmal kurz raus um neben den ganzen Basteleien vor dem großen Urlaub nochmal etwas das Wochenende zu genießen. Herrlich, wenn auch sehr voll auf dem Ijsselmeer.

Das Wochenende 14./15. kommt das Solarpanel an den zusätzlichen Arm des Radarmastes. Es funktioniert auf anhieb und läd sogar bei wolkenverhangenem Himmel. Das wird eine gute Alternative zum Wassergenerator sein, z. B. am Ankerplatz und ist jetzt schon besser als der Windgenerator je war. Außerdem probieren wir unsere neue GoPro Kamera und das Satelitentelefon aus, wir räumen und verstauen ganz viele Süßigkeiten! Nur noch 3 Tage arbeiten, dann geht es los!

Enkhuizen – Makkum, 28,7 sm

Nach einer ruhigen Ankernacht geht es heute zurück nach Makkum.

Code Zero

Code Zero

Vor Enkhuizen kann man fast trockenen Fußes übers Wasser gehen, so voll ist es! Bald kommt die Sonne raus und wir kreuzen mit Code Zero. Leider müssen wir bald den Motor anmachen, denn mit dem Kreuzen, würden wir heute nicht mehr in Makkum ankommen.

 

 

Dennoch: ein herrlicher Tag! Wahnsinn, wie schnell diese Kurzurlaubs-Woche wieder rum ist!