Fécamp – Saint Valery sur Somme, 63,5 sm

Unsere Abfahrtzeit passt (wie von Thomas berechnet) gut mit der relativ kurzen Docköffnungszeit zusammen. In der Hafenausfahrt rollen uns schon die Wellen entgegen. Oh je, denkt sich Frauke. Als wir mit 1. Reff im Groß und gereffter Fock abfallen lassen und mit ca. halbem Wind Kurs auf Saint Valery sur Somme nehmen, geht es etwas besser aber hier laufen die Wellen etwas konfuß. Der Wind nimmt bald zu auf 5-6, dreht aber zu unseren Gunsten von NW auf WNW. Wir segeln entlang der schönen Felsküste, doch obwohl die Tide bald gegen uns läuft, sind wir zu schnell, wir können in die Somme-Bucht von St. Valery sur Somme nur 2-3 Std. vor Hochwasser einlaufen, also trimmt uns Thomas langsamer. Nur mit 2. Reff im Groß ohne Vorsegel sind wir gegen den Strom immer noch knapp 5 Knoten schnell und tanzen in den Wellen.

Wir fahren heute mit Anna „ins Grüne“, denn hier fällt es bis 10 sm vor dem Hafen trocken.

Niedrigwasser

Niedrigwasser

Wie wir letztes Jahr gelernt haben, kann man sich im Internet eine Karte über die aktuelle Betonnung runterladen und man sollte laut Empfehlung des Reeds Almanac 2 Std.  und laut franz. Bloc Maritime 3 Std. vor HW an der Ansteuerungstonne At-so sein. Wir empfehlen erst gar nicht rein zu fahren. Wir sind 2,5 Std. vor HW da.

 

Niedrigwasser

Niedrigwasser

Bald hören zwar die Wellen auf, so stark reinzulaufen, aber irgendwie ist uns hier doch noch zu wenig Wasser. Wir warten bei 2,10 m zwischen 2 Tonnen ab, was gar nicht so einfach ist, denn es laufen 2-3 Knoten Strömung und der Wind drückt uns auch rein, wenn wir hier aufsetzen, nützt es auch nichts, dass das Wasser steigt, dann werden wir sofort so weggedrückt, wie Wind und Welle es möchten. Die Karte, die wir gerade aus dem Internet runtergeladen haben, stimmt mit der Betonnung, die wir vorfinden, nicht überein! Nervenkitzel pur! Zum Glück kommt uns auf den letzten Meilen ein anderes Schiff entgegen, also fahren wir genau so geschlängelt wie er. Zusammen mit dem Hochwasser kommen wir im Hafen an, wo uns ein junger Hafenmeister trotz Regen im Schlauchboot begrüßt und einen Platz am Ende eines Steges zuweist. Wir erfahren, dass es eine neue Karte über die aktuelle Betonnung gibt.

Die Duschen werden gerade repariert, daher bekommen wir einen Rabatt,  uns aber egal, wir sind froh, heil hier zu sein. Es gibt freies Internet und wir machen am nächsten Tag eine Ladung Wäsche.

140711-st.valery-dampflockTrotz Nieselregen ist der Ort mit der süßen Dampflock wirklich super schön. Dennoch entscheiden wir uns, hier nicht nochmal reinzufahren.

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