Texel – Egersund (380 sm) 20.-23.06.15

Abfahrt Texel

Abfahrt Texel

Wir fahren erst gegen Mittag mit der Tide los. Doch die geht dann ja erstmal gegen uns auf der anderen Seite von Texel, gerade deshalb wundern wir uns, dass über 20 andere Segler mit uns fahren. Ob das auch Schaulustige sind, die die Volvo Ocean Racer irgendwo abfangen wollen? Doch dann trennen sich unsere Wege. Merkwürdig, der Rest fährt Richtung Schottland, wobei die auf jeden Fall in die Nacht fahren.

Nachtfahrtvorbereitungen
Nachtfahrtvorbereitungen

Noch auf Höhe Texel greift die Stb. Schotwinsch nicht mehr. Wir reparieren sie aber quasi während des weitersegelns. Die müssen wir unbedingt alle aufmachen, reinigen (Sperrklinken entharzen) und neu einfetten!

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Wir treffen bis kurz vor Norwegen nun keinen anderen Segler mehr. Auch die Volvo Ocean Racer leider nicht. Später erfahren wir, dass die meisten vor uns, aber SCA und Vestas hinter uns durchgehen.

Bohrinsel Plattform

Bohrinsel Plattform

Die erste Nacht haben wir viele Bohrinseln und Frachter um uns herum, es ist nicht lange dunkel, auch in der zweiten Nacht sehen wir noch das ein oder andere Schiff, dank AIS kann man alle Lichter gut zuordnen.

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Codezero-Segeln

Codezero-Segeln

Nachdem wir den ersten Tag mit Fock oder auch mit dem Codezero gut segeln konnten, müssen wir die Nacht mangels Wind motoren. Die Wellen von dem starken Wind der letzten Tage schaukeln uns in unsere Schlafschichten, führen aber auch zu einer verringerten Nahrungsaufnahme.

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Nebel

Nebel

Am zweiten Tag fängt es schon früh an zu regnen und Thomas muss bald feststellen, dass seine Hose undicht ist. Die Heizung läuft, denn es ist jetzt auch am Tage zu kalt. Im Überlebensanzug schwitzt er dann zwar, aber immerhin besser als Nasser Regen an den Beinen.

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funkt uns an: African Venture

funkt uns an: African Venture

Die Nacht können wir durchsegeln und am nächsten Morgen kommt dann doch die Sonne raus. Was die Stimmung enorm hebt. Auch wenn der Wind nachlässt und wir motoren müssen. Unser Satellitentelefon leistet wahre Dienste und so können wir mitten auf der Nordsee ein Wetterupdate machen und dem angesagten Wind entgegen fahren.

Fischerleine

Fischerleine

 

Blöderweise brettern wir über ein paar Fischerleinen, die den Motor abwürgen. Panik bei Frauke, doch Thomas springt mit Taucheranzug ins Wasser und befreit Anna von den Seilen. Ist wohl nochmal gut gegangen.

Wolllken

Wolllken

 

 

Unter dem blauen sonnigen Himmel sieht das Wasser aus wie in der Südsee, ist aber eisekalt, auch der Wind ist noch kalt, wir nehmen trotzdem eine Heckdusche, wir haben ja warmes Wasser – das tut gut!

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Delfine

Delfine

Dann besuchen uns zweimal Delfine. Riesige Delfine, so große haben wir noch nie gesehen!

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Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Gut gelaunt geht es in die nächste Nacht, der angesagte Wind kommt, so dass wir zunächst am Wind segeln können, er dreht auch und nimmt zu.

150623_Norway!

Land in Sicht!

 

 

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Wir hatten gehofft, unter Land noch etwas höher zu kommen, bis Tananger, doch die sich schnell aufbauende Nordseewelle ist uns zu ruppig, also geht es nach Egersund. Nach ca. 69 Stunden auf See machen wir bei bestem Wetter, totmüde und hungrig fest, räumen etwas auf, ruhen uns aus und duschen.

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