Vlieland – Makkum (28,2 SM) Urlaubsende

Wir hatten Gestern über 30 Knoten Wind im Hafen, soviel wir mitbekommen haben, hat keiner den Hafen verlassen und es ist nur ein Segler rein gekommen. Heute sieht die Welt schon wieder anders aus, wir haben 5 Beaufort aus WSW und die Sonne lacht. Mit vielen anderen verlassen wir den Hafen, doch es kommen uns noch viel mehr Schiffe entgegen. Die werden keinen Liegeplatz mehr bekommen. Hauptsaison ist doch heftig.

Wir können gut segeln (vorm Wind) bis Harlingen, dann müssen wir doll gerefft kreuzen. In Kornwerderzand liegen schon viele Schiffe, wir kommen zwar noch durch die Brücke, müssen jedoch vor der Schleuse eine Stunde warten.

Kornwerder Zand

Kornwerder Zand

In Makkum angekommen, packen wir quasi zusammen und fahren nach Hause.

Ein schöner erholsamer Urlaub geht zu Ende, wir haben sehr viel gesehen und erlebt. Norwegen hat uns mal wieder überzeugt. Dort gibt es so viele schöne Ecken. Wir hatten Glück mit dem Wetter und Wind.

 

12.-15.07.2015 Farsund – Vlieland (306 SM)

Inseln bei Farsund

Inseln bei Farsund

Unser WetterWelt Programm sagt uns westliche wechselnde Winde von 3-4 Beaufort an, mit geringer Wellenhöhe und keinen Regen, also fahren wir am 12.07.2015 gegen 19.30 Uhr los.

150714_Clouds

Das bedeutet zwar wieder drei Nächte, dürfte aber für das Wetter und für die Ankunft auf Vlieland besser passen.

150713_Code 0

Wir können überwiegend mit Fock oder Codezero und Großsegel segeln.

150713_New Main

Diesmal kommen uns sogar 4 Segler entgegen.

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Zweimal haben wir auch das Glück, dass Delfine uns ein Stück begleiten.

Wolken

Wolken

Das Wetter hält sich, wir aktualisieren es mit dem ausgeliehenen Satelitentelefon Globalstar, das super funktioniert.

150715_Diving Operations

Leider ist es nachts doch recht dunkel und in der dritten Nacht im Verkehrstrennungsgebiet schon ganz schön voll, aber dank AIS erkennt man gut, wer wo und wie fährt.

150715_Nach dem TSSZweimal funken wir einen Frachter an, ob er hinter uns hergeht, klappt super.

Ankunft Vlieland

Ankunft Vlieland

Wir –oder zumindest Frauke- schläft viel und Thomas isst viel. Zwischendurch motoren wir etwas, der Wind ist ganz weg und die Nordsee ist spiegelglatt. Wie schnell sich so ein Wellenbild ändern kann!

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Nach 59 Stunden kommen wir Morgens um ca. 6 Uhr auf Vlieland an. Wir haben Glück, dass ein paar Frühaufsteher schon den Hafen verlassen, denn der ist rappelvoll. Was für ein Unterschied zu Norwegen!

Kirkeham – Farsund (23 SM)

Kirkeham

Kirkeham

Es ist kaum Wind, so dass wir motoren. Leider fängt es an zu nieseln und hört bis kurz vor Farsund nicht mehr auf. Zwischendurch versuchen wir kurz vergebens am Wind zu segeln. In Farsund tanken wir wieder hinter der Brücke (gefärbten Diesel) und gehen dann in den Gästehafen. Hier ist der Preis von 0 NOK mit frischen Brötchen auf 200 NOK ohne Brötchen pro Nacht gestiegen.

Wir kaufen im Supermarkt am Hafen ein und essen Hotdogs im Cockpit.

Lundsvagen/Stavanger – Kirkeham (75 SM)

Nachdem wir vier Nächte in der Fjordhütte in Sundal verbracht haben und trotz regnerischem Wetter mit den Amis wandern waren, sind wir Gestern wieder zurück zum Boot nach Stavanger gefahren.

Gletscher See

Gletscher See

Diesmal ohne Fähren um die Fjorde herum und wieder mit viel Sightseeing. Heute früh hat Thomas dann den Mietwagen zurückgebracht.

150709_Nach Stavanger

Danach ging es gleich los. Vor Stavanger mussten wir noch kreuzen, kurz darauf um die Ecke konnten wir dann schön abfallen lassen und mit Groß und Fock vor den Wind gehen.

150710_Lighthouse

Bald sind wir wieder auf der Nordsee, wo noch die Wellen vom vorherigen Starkwind zu spüren sind.

Wir wechseln auf CodeZero und bäumen ihn aus, was super klappt. Der hat keine Probleme mit den Wellen und verschafft uns mit etwas Ströhmung (die hier ganz leicht mit uns zu sein scheint) Geschwindigkeiten von über 7 Knoten.

Die Sonne scheint, doch irgendwie ist es dennoch kalt. Ein paar andere Segler gehen mit uns nach Süden, nur ein oder zwei stampfen gegenan. Weil wir so gut voran kommen, entscheiden wir uns auf Höhe Egersund doch weiter zu fahren, bis nach Kirkeham. Was wir haben, haben wir und und Morgen soll wenn, dann Wind von Vorne kommen. Als der Wind weiter zunimmt, rollen wir den CodeZero weg, bäumen die Selbstwendefock aus und sind immer noch 6 Knoten schnell. Kirkeham ist ein süßes Inselstädtchen, mit einem separaten etwas abgelegenen Yachthafen (Isboa) neben einem Restaurant. Außer uns liegt hier nur ein anderes Schiff. Es gibt eine Dusche mit WC, Waschmaschine mit Trockner, Wasser, Strom und Internet. Die Restaurantbesucher sitzen trotz Kälte noch lange draußen und haben Spaß.

Lundvagen/Stavanger – Sundal (mit dem Auto)

Latefossen - Wasserfall

Latefossen – Wasserfall

Heute fahren wir mit dem Mietwagen von Stavanger nach Sundal. Wir treffen dort Freunde und haben für ein paar Tage eine Hütte angemietet. Um dort mit dem Boot hinzufahren, wäre zeitlich zu knapp geworden.

Rodal

Rodal

gefrorener See

gefrorener See

Wir nehmen eine eindrucksvolle Touristikroute, fahren  mit drei Fähren und sehen viele Wasserfälle und Schnee.

Schneewand

Schneewand

Osthusvik – Lundsvagen, Hundvag

vor Stavanger

vor Stavanger

So wie es Gestern aufgehört hat, fängt es auch heute an, erst ist es diesig, dann kommt die Sonne raus, sobald bis uns eingecremt haben, verschwindet sie wieder und wir können uns wieder eine lange Hose anziehen. Wir fahren das kurze Stück in den uns von unserem Hotelfreund empfohlenen Hafen Lundsvagen. Dort erreichen wir nach einigen Problemen endlich doch am Samstag den Hafenmeister, denn wir wollen hier ja 6 Nächte das Schiff lassen, um Freunde in Sundal zu treffen, da hätten wir gerne eine Box anstatt am Gästesteg zu bleiben. Hier liegt man relativ gut im riesigen Hafen, Toiletten, Duschen, Internet gibt es nicht, uns wird netterweise eine Dusche aufgeschlossen. Wasser und Strom ist in jedoch in der günstigen Übernachtung enthalten (100 NOK – zahlbar in Briefkasten am Gästestegende). Thomas fährt mit dem Bordfahrrad das Auto aus Stavanger abholen (30 Min. Fahrt über Brücke), wir duschen, packen und säubern Anna vom Salz von Gestern.

Helgoysund – Osthusvik

Nebel

Nebel

Als wir ablegen, ist noch nicht klar, wohin es geht, wir haben drei Häfen zur Auswahl. Um die Insel Helgoy motoren wir, da kein Wind ist. Es ist leicht sonnig, bezieht sich aber mit Nebel, dazu kommt Wind, so dass wir unerwartet segeln können. Der Wind nimmt zu und wir müssen kreuzen, so dass wir bald reffen, nach einiger Zeit reffen wir sogar die Fock und kurz darauf reffen wir die Fock noch weiter.

Wind kommt auf

Wind kommt auf

Wer hätte gedacht, dass hier zwischen den Inseln ein so starker komischer Wind herrscht.

Daher entscheiden wir uns in den nächsten Hafen Osthusvik zu gehen und nochmal am Hotelanleger festzumachen. Kaum angelegt, dreht der Wind und ist dann bald ganz weg. Die Wettervorhersage war auch schon komisch, es sollte ab Nachts regnen, aber es kam kein Tropfen. Auch die Norweger scheinen IHR Wetter nicht zu kennen, denn einer fragt uns zu unseren Segeln und meint dann, er wolle schnell weiter, es würde Regen geben, wir verstauen daher alles, aber wieder kommt nichts.

Sand – Helgoysund(et), Talgje

150702_LandschaftAuch heute haben wir stahlenden Sonnenschein und bis zu 28 Grad. Da ist man über jeden Windzug froh und hält sogar während der Fahrt die Füße ins eisige Wasser, das tut gut.

noch mehr Abkühlung
noch mehr Abkühlung

Gerade losgefahren meint Thomas noch „ich würde gern mal wieder richtig segeln, anstatt nur durch die Fjorde zu motoren“, da kommt doch glatt etwas Wind auf, nimmt zu und lässt uns fast die ganze Strecke bis nach Helgoysund segeln. Mit Groß und Fock kommen wir am Wind gut voran, etwas Tiede scheint hier doch zu sein, nur ist die zwischen den Fjorden und Inseln so unberechenbar wie der Wind, es ist sehr böig, macht aber Spaß!

Die Verankerung des Anlegers unter Wasser

Die Verankerung des Anlegers unter Wasser

An Helgoysund haben wir gute Erinnerungen von vor 5 Jahren, da waren wir nur 2 Schiffe hier, jetzt ist der Hafen aber sehr voll und leider dadurch doch etwas unruhig.