31.08.2016 Ramsgate – Dunkerque (44 SM)

160830_Ramsgate Fog

Nebel in der Hafenausfahrt Ramsgate am 30.08.2016

Gestern sind wir in Ramsgate ein letztes englisches Frühstück genossen, sind noch schön spazieren gegangen und haben eingekauft. Denn in Shotley hätte man mit dem Bus zum Supermarkt fahren müssen.

 

Danach haben wir noch einen ruhigen Tag an Bord verbracht und das super Wetter genossen (im Cockpit hinterm Sonnensegel im Schatten).

Heute geht es dann, nachdem wir über Funk um Erlaubnis gebeten haben, aus dem Hafen herauszufahren, zunächst unter Motor weiter nach Süden.

160831_Current Leaving Ramsgate

Ströhmung bei der Hafenausfahrt Ramsgate

Bald nimmt der Wind zu, schiebt das bisschen Nebel weg und wir können mit Codezero und Großsegel und später mit Fock und Großsegel schön segeln.

 

160831_MR Ariel

MR Ariel

Im Verkehrstrennungsgebiet funkt Thomas einmal einen Frachter an, der dann freundlicher etwas dreht und hinter uns her geht.

 

160831_Current Code0Später gehen wir weiter vor den Wind und segeln nur mit ausgebäumten Codezero bis nach Dunkerque. Wieder in Frankreich gehen wir gleich Shrimps kaufen, pulen und braten.

Leider ist, seitdem wir zurück an Bord sind, unsere Kühlbox bzw. dessen Thermostat kaputt. Wir kaufen einen Schalter, so dass wir zumindest manuell die Temperatur regeln können…

160901_Imagine Solo Sailor

Imagine-solo-Segler

Am nächsten Tag sehen wir beim Spaziergang einen großen schnellen Segler auf der Nordsee. Im Einkaufszentrum finden wir Plakate über ihn und machen später sogar noch einen zweiten Spaziergang, als er in der Stadt festgemacht hat.

 

29.08.2016 Shotley – Ramsgate (49,5 SM)

Nach einer unfreiwilligen Pause geht es heute weiter.

160829_Leaving Shotley

Shotley Marina Fahrt zur Schleuse

Da kaum Wind ist, müssen wir motoren. Vor den großen Frachtern, die hier beladen werden, sind viele Segelboote unterwegs, die alle das gute Wetter am heutigen freien (Bankholiday) Tag nutzen. Doch als wir draußen sind, sehen wir erst wieder vor der Hafeneinfahrt in Ramsgate einige Segler, alles Holländer.

 

160829_Cargo Ship

160829_Ramsgate Approach

Anfahrt Ramsgate

Es läuft noch etwas Schwell und so schaukeln wir gemütlich mit der Tide und Sonnenschein nach Ramsgate.

 

17.08.2016 Lowestoft – Harwich/Shotley Marina (42 SM)

160817_Leaving Lowestoft

Der frühe Vogel fängt die Tide

 

Die Tide lockt uns schon um 5.15 Uhr aus dem Hafen. Wir können gleich mit Fock und Groß gut segeln. Heute ist Ostwind, so dass wir auch unter Land etwas Welle haben, was aber unter Segel gar nicht so schlimm ist. Hier unten in England gibt es einige Sandbänke und Untiefen, so dass wir schon genau navigieren müssen, um nicht in eine Sackgasse zu fahren.

Die Sonne geht auf und bleibt uns bis abends erhalten. Überhaupt ist es recht warm. Sogar das Wasser hat 18 Grad (oben in Schottland hatten wir nur 12 Grad).

160817_Current

Schnell, schneller, am Schnellsten

Mit der Tide laufen wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 7,4 Knoten. So schnell, dass 42 Seemeilen wie im Flug vergehen und wir schon um 11 Uhr da sind. Vor der Hafenmündung sind auf einmal viele Segelschiffe unterwegs. In der Flussmündung liegen dann die ganz dicken Pötte. Hier werden die Container be- und entladen. Der längste ist Marchen Maersk mit 399 m.

 

160817_Felixstowe

Felixstowe Terminal

Wir entscheiden uns –auf Empfehlung unseres Nachbarn aus Lowestoft- für die Shotley Marina, in die man durch eine Schleuse muss, da wir gerade Hochwasser haben, können wir so durchfahren. Daneben gibt es aber noch zig andere Marinas. Hier sind also die Ostküstensegler.

 

Abends gehen wir im Hafenrestaurant essen und unser Kind krabbelt jeden Zentimeter ab. Die kann dann wohl gut schlafen.

Um den Hafen herum gibt es einen nett aussehenden Wanderweg über Wiesen den Fluss entlang. Den werden wir dann Morgen mal erkunden.

13./14.08.2016 Whitby – Lowestoft (161 SM)

160812_Whitby View from Cockpit

Cockpit-Blick aus dem Hafen auf Whitby

 

Eigentlich wollten wir ja keine Nachtfahrt mehr machen.

Aber: Aus Whitby kommt man nur 2 Stunden vor und nach Hochwasser los, wegen der Brücke. Nur 3 Stunden weiter ist zwar Scarborough. Der nächste Hafen danach wäre Grimsby (beide vom Hinweg bekannt) aber da kommt man ebenfalls nur um Hochwasser durch das Gate. Um also zur richtigen Zeit in Grimsby zu sein, müsste man aus Scarborough nachts um 4 Uhr los, aber: erstens ist das doof und zweitens ist dann da Niedrigwasser und wir können nicht aus dem Hafen. Der nächste von uns angepeilte Hafen wäre Wells. Aber: da gibt es eine ganz lange Hafeneinfahrt und mit unserem Tiefgang raten alle ab. Also: wir machen eine Nachtfahrt und gehen gleich bis Lowestoft. Alex, auf seiner Naida mit der er unter Britain to Starboard für eine Krebs-charity Geld sammelt, in dem er rund England segelt auch los und unterwegs holen wir noch ein anderes Boot ein, dass wir schon kennen.

160813_Swing Bridge Crowd

Touristenandrang vor Schwingbrücke

 

Bei bestem Wetter und Windvorhersagen fahren wir um 11.30 Uhr durch die zweite Brücke (naja eigentlich die dritte, aber davon hat uns der Hafenmeister ja nix verraten!). Wir können vorm Wind gut mit ausgebäumten CodeZero segeln.

Dann sehen wir kurz einen Wal! Wahnsinn, so nah an Land. Er sprüht seine Fontäne einmal und taucht dann nach zwei Schwimmbewegungen ab.

Unsere Jüngste meint abends mit dem Laufen anzufangen und macht vergnügt zwei Schritte von einer Cockpitseite zur anderen, so zwischen Mama und Papa, irgendwer fängt mich schon. Ganz egal, dass wir gerade eine Nachtfahrt machen wollen, die Wellen schaukeln und wir das Segel hoch haben.

Abends legt der Wind etwas zu, so dass wir passend auf Selbstwendefock wechseln. Ist für die Nacht ohnehin besser. Er hält die ganze Nacht durch, genauso wie der tapfere Thomas, während das kleine Crewmitglied selig schläft und Frauke versucht zu schlafen. Zwischendurch muss Thomas mit anderen Schiffen auf Kollisionskurs sprechen. Gut, dass wir einen AIS Transponder haben, so werden wir gesehen und können sofort angerufen werden.

Ab dem Morgen motoren wir dann mehr oder weniger den Rest der Fahrt, bis wir Abends um ca. 18 Uhr in Lowestoft ankommen und an den Opa denken, der heute Geburtstag hat und auf dessen Feier wir leider nicht sein können.

In Lowestoft sehen wir zwar Alex nicht wieder, der ca. eine halbe Stunde früher da war und wahrscheinlich in eine der anderen 3 Marinas gegangen ist. Dafür sind aber ganz viele Holländer da.

160815_Lowestoft RN&SYC Marina

Lowestoft rnsyc Marina

 

Wir gehen in die rnsyc-Marina und machen längs an einem Motorboot fest, deren älteres Ehepaar uns eifrig Tipps gibt zur englischen Küste. Wir duschen mehr oder weniger lau-kalt und fallen in die Koje.

Am nächsten Morgen gehen wir in der netten Innenstadt einen leckeren Starbucks Kaffee trinken und essen später Fish & Chips (was auch sonst).

Abends treffen wir vorm Yachtclub dann doch noch Alex von der Naida (er liegt im Dock) und erzählt uns von seinen Plänen.

160816_The Beach

Den Tag drauf gehen wir an den Strand und planen die weitere Route.

11.08.2016 Sunderland – Whitby (38 SM)

160810_Sunderland Marina

Sunderland Marina

Es geht wieder früh mit der Tide los, denn in Whitby gibt es eine Brücke vor dem Hafen, die angeblich nur 2 Stunden vor und nach Hochwasser öffnet. Deshalb lassen wir zunächst etwas den Motor mitlaufen. Dann nimmt der Wind jedoch wie angekündigt zu und wir können gut segeln. Mit CodeZero und Großsegel laufen wir häufig über 7 Knoten.

Es nieselt etwas, aber viel weniger als angesagt. Nach dem Mittag kommt die Sonne durch.

160811_Code0 Rain

Wir sind pünktlich 1 Stunde und 45 Minuten nach Hochwasser vor der Brücke in Whitby, doch lässt man uns wissen, dass wir noch über 8 Stunden an einem kleinen Wackelsteg warten sollen. Gründe dafür gibt es nicht: „It’s a rule“. Weiter nach Scarborough schaffen wir es jedoch nicht, weil dort dann da der Wasserstand zu niedrig wäre. Also machen wir das Beste draus, räumen etwas auf, essen lecker und warten…

160811_Swing Bridge

Schwingbrücke

So, wir haben dann noch eine weitere Stunde gewartet und waren dann um 21.15 Uhr endlich im Hafen. Dort sollten wir an einem Zweimaster festmachen, deren Besatzung uns herzlich mit Handschlag begrüßt. Das Boot ist mit einem 3stufigen Farbwechsellicht, einer Discokugel, einem Standgrill an Deck und einer fest eingebauten Bierzapfanlage ausgestattet. Marleen freut sich sehr über unsere neuen Nachbarn. Wir bekommen ein Bier gezapft und gehen dann in die Koje.

160811_Whitby Approach

oh, 4. Ausflugs-Piraten-Schiff

Whitby ist schön anzusehen, schon beim Anlaufen schaut man auf eine Burgruine und ein Kloster auf einem Hügel. Je näher man kommt, desto mehr sieht man jedoch, dass es ein überlaufener Touristenort ist. Viel blink blink und bunte Ausflugsboote, Busse bei denen man oben offen sitzen kann und eine Dampflock.

Am nächsten Tag gehen wir lecker englisch Frühstücken und machen einen Spaziergang durch den Ort. Zum Kloster hoch kommen wir nicht mit dem Kinderwagen, es gibt eine laaange  Treppe oder eine Straße die eine Steigung von bestimmt 100 % hat.

Dafür gehen wir aber ins Captain Cook Museum, der große Entdecker, hat nämlich hier gelebt.

160812_Whitby Paranorama

Es ist viel auf den Straßen los, naja, die ganzen Touristen, die mit den drei Booten alle 20 Minuten los fahren, müssen ja irgendwo her kommen.

160812_Whitby Harbor Entrance

09.08.2016 Amble – Sunderland (30 SM)

160808_Rainbow

Regenbogen vom Abend zuvor

 

Puh, die Nacht war aber kalt, obwohl der Heizlüfter auf kleiner Stufe lief. Am Morgen machen wir die Heizung an.  

160809_Leaving Amble

Tschüss Amble

 

Der Wind hat etwas nachgelassen. Es geht um 6 Uhr los, da kommen wir bereits gut aus dem Hafen raus, auch wenn wieder mal deutlich mehr Schwell steht, als wir dachten.

Wir laufen durchschnittlich 6,49 Knoten und kommen so genau bis Sunderland in einer Tide. Endlich mal wieder richtig segeln, mit vollem Groß und Fock!

160809_Shared Blanket

160809_River Tyne Anchorage

Reede vor Tynnemouth

Dort gehen wir bei Downey’s Fish & Chips essen (uns wachsen noch Kiemen). Als wir gerade wieder an Bord sind und das Kind selig schläft, fängt es an zu regnen. Passt uns gut.

05.08.2016 Eyemouth – Amble (42,8 SM)

160805_Eyemouth Rocks

vor der Hafenausfahrt Eyemouth

Nachdem wir Gestern noch einen kleinen Spaziergang an den Klippen gemacht haben, Fish und Chips gegessen haben und eine Ladung Wäsche gewaschen haben, geht es heute weiter.

 

Wir fahren schon um 7.15 Uhr weiter, denn sonst wird es zu gefährlich (Schwell) in der Hafenausfahrt. Leider passt dann die Tide nicht, so dass wir recht langsam gegen an motoren. Es ist zunächst kein Wind, später 2 aus Süd. Hätten wir aber gewartet, bis die Tide passt, würden wir entweder nicht in Amble rein kommen, weil dann da der Wasserstand zu niedrig wäre oder wir würden im Dunkeln an einem unbekannten Hafen ankommen.

Bislang waren wir immer allein unterwegs, heute jedoch, wo weder Wind noch Tide passt, gehen zwei Segler mit uns in die gleiche Richtung. Daran erkennt man wohl, dass man hier nicht so die Wahl hat.  

Es steht noch recht viel Schwell, von der Nacht zuvor, da hat es draußen Wind gegeben. Wir schaukeln also recht ungemütlich dahin.

Zwischendurch versuchen wir am Wind zu kreuzen, geben aber nach 2 Stunden wieder auf und entscheiden uns dann leicht genervt (Durchschnittsgeschwindigkeit heute 4 kn), in den nächsten Hafen Amble zu gehen, dass passt jetzt mit dem Wasserstand.  

160805_Aproaching Amble

Hafeneinfahrt Amble

 

Amble hat unserer Meinung nach 3 (Schönheits) Blümchen verdient (es hat laut Almanak nur 2). Hier liegen wir super ruhig und sicher, blöd nur, dass man hier nicht so gut raus kommt, denn es gibt einen Süll.

Die Duschen sind super, wir essen ein leckeres riesiges Eis in dem preisgekrönten Eiscremeladen, gehen über einen Flohmarkt und genießen das super Wetter an Bord.

Am nächsten Tag machen wir einen Spaziergang zum Warkworth Castle. Schon sehenswert, aber jetzt reicht es auch mit Burgen.

160807_Warkworth Castle

160806_Calm before

Ruhe vor dem Sturm?

 

 

03.08.2016 Queensferry/Edinburgh – Eyemouth (50,1 SM)

160803_DepartureDie Wasserpumpe wurde Gestern Abend noch ausgetauscht und funktioniert einwandfrei.

Thomas macht allein bei Windstille noch vor 6 Uhr in der früh los und motort die erste halbe Stunde, bis er Segel setzen kann und die Frauen dann auch aufstehen.

160803_Forth Bridge

Im Fjord haben wir achterlichen Wind und können schön segeln. Dann legt der Wind etwas zu, so dass wir reffen. Bald ist er dann ganz weg, nach einer Stunde Gedümpel, kommt er wieder, etwas vorlicher und wir reffen abermals. Bis Eyemouth können wir gut segeln. Da wir Südwestwind haben, steht wenig Welle, so nah unter Land.

160803_Fisher Saint Abbs Head

Auf Eyemouth steht die Dünung, aber es ist –wie von Thomas berechnet- fast Hochwasser, so dass wir kein Problem in der Hafeneinfahrt haben.

Wieder liegen wir im Päckchen, unser Nachbar möchte morgen um 6 Uhr los…