2010 Norwegen

4 1/2 Wochen Urlaub, mit 1191 Seemeilen von Makkum am Ijsselmeer in Holland bis nach Bergen, Norwegen und zurück. Unsere ersten Nachtfahrten, Delfine, Wasserfälle, Fjorde, Gletscher… superschön.

Delfine

Am 03.06.2010 geht es los, von Makkum nach Vlieland. Ein Wetterfenster lässt uns am 04.06.2010 bei Sonnenaufgang aufbrechen. Unsere ersten Nachfahrten. Doch da so gut wie kein Wind ist, lassen wir den Motor entspannt mitlaufen. Bis wir uns fast Sorgen machen, dass der Sprit (trotz extra Kanister) nicht reichen könnte, doch dann kommt Wind auf. Bald haben wir unseren Schlaf-Wacht-Schicht-Rythmus von 2,5 Std. gefunden. In der ersten Nacht sind wir noch froh über die Lichter der vielen Ölbohrinseln, in der zweiten ist es gar nicht mehr so dunkel, da wir schon so weit nördlich sind (an unserem nördlichsten Punkt in Bergen wurde es gar nicht richtig Dunkel). Am zweiten Abend und sogar in der Nacht begleiten uns immer wieder Delfine. Diese haben im Gegensatz zu denen aus Südengland einen weißen Bauch und sind eher dunkelgrau und sehr aktiv.
Die Selbststeueranlage leistet wahre Dienste und das Radar beruhigt uns in der Nacht.

Unser erster sehr schön gelegener Hafen in Norwegen ist Egersund, wo wir von den freundlichen Norwegern auf einen Schnaps eingeladen werden. Von dort geht es und ie Insel E(i)geroy weiter nach Stavanger. Wir navigiern viel, da überall Felsen und Untiefen sind. In Stavanger gehen wir ins Ölmuseum, neben dem sogar auch Liegeplätze gewesen wären und essen bei der Restaurantkette Pepes eine leckere Pizza.

Von Stavanger geht es nach Lysebotn, wo uns kurz vor dem Fjord auffällt, dass wir Wasser im Schiff haben. Ein Schlauch ist geplatzt. Zum Glück nur Süßwasser und das nächste Mal vergessen wir nicht, die Wasserpumpe auszustellen. Schade, dass es in Lysebotn keinen richtigen Hafen gibt, mit Frischwasser! Dennoch der Fjord ist toll. Wir sehen den bekannten Preiklestolen

Preikestolen

Preikestolen

und die Touristen darauf. Das Wasser ist teilweise 450 m tief, auf manchen Bergen sieht man noch Schnee liegen und es gibt Wasserfälle! In Lysebotn wandern den Berg hinauf und machen Rast auf der Aussichtsplatform. Auf dem Rückweg sehen wir den Kjerag, wo ein runder Stein in einer Felsspalte eingeklemmt ist.

Lysebotn

Lysebotn

In Lysebotn wandern den Berg hinauf und machen Rast auf der Aussichtsplatform. Auf dem Rückweg sehen wir den Kjerag, wo ein runder Stein in einer Felsspalte eingeklemmt ist.

 
 
Es geht weiter nach Helgöysund, wo wir das 4. Schiff im Hafen sind (es gibt hier nicht so viele Segler, obwohl die Saison gerade beginnt, ist überall wenig los). Wir machen eine Fahrradtour über die kleinen Inselchen.
Weiter geht es nach Haugesund wo wir einen Stadtbummel machen. Auf dem Weg nach Leirvik, Richtung Hardangerfjord können wir bereits einen Gletscher zwischen den Felsen aufblicken sehen.

Vor Sundal, der größte Wasserfall unserer Reise

Wasserfall Maurangerfjord

Laut Empfehlung unseres Norwegenbuches fahren wir in den Maurangerfjord und bleiben ein wenig vor dem super Wasserfall liegen, bis es weiter geht nach Sundal, wo wir Brian und Jane auf Pilgrim kennenlernen, die wir auch später in Bergen treffen und ein Jahr drauf in Toronto besuchen.

Kleiner Ort, kleiner Hafen, große Berge, große Natur, große Gletscherwanderung

Sundal

Aus dem Cockpit des kleinen wackeligen Hafens können wir die Gletscherzunge des Folgefonn Gletschers sehen, die in den Bonhusvatnev See ragt.

Gletscherzunge aus dem Cockpit

Gletscherzunge aus dem Cockpit

Am „Hafen“ ist auch ein Campingplatz mit Duschen und einem kleinen Laden.
Gletscher

Gletscher

Einen ganzen Tag wandern wir den Berg hinauf zum Gletscher. Vorbei an Seen, einer Nothütte Breidablick auf 1.322 m und mit kurzer Hose durch den Schnee.

Mit ordentlich Muskelkater (bergab dauerte länger als bergauf) geht es weiter nach Godöysund und wir verlassen den Hardangerfjord. Von dem (insolventen) Hotelsteg geht es weiter nach Bergen.

Bergen vom Berg aus

Bergen vom Berg aus

Hier gibt es einen super Fischmarkt am Hafen, Pepes Pizza (mit Hafenblick), Hurtigroutenschiffe, eine Aida und wir sehen sogar die Queen Mary II.

Queen Mary 2

Queen Mary 2

Die Floibahn bringt uns hinauf auf den Berg und wir genießen die Aussicht über Bergen.

Dies ist der nördlichste Punkt unserer Reise. Auf dem Rückweg geht es über Siggjarvagen über Haugesund nachTananger.

Tananger

Tananger

Wieder gibt es freies Internet (sehr hilfreich), wir finden jedoch keinen Supermarkt.

Farsund

Farsund

Von Tananger geht es nach Farsund, wo man umsonst liegen kann, es gibt Internet und man bekommt eine Zeitung und Brötchen an Bord gebracht. Kaum zu glauben!

Nach einigem hin- und her und Wetterupdates entschließen wir uns schon abends loszufahren und so segeln wir dem Sonnenuntergang entgegen. Erst am nächsten Tag Mittags kommt etwas mehr Wind auf und die zweite Nacht wird schon ungemütlicher, die Umziehmanöver zum Schichtwechsel werden zur Akrobatiknummer und wir sind froh, die Selbststeueranlage zu haben. Als der Wind am zweiten Tag abnimmt, bleiben die Wellen noch lange. Doch der Wind nimmt bald wieder zu und wir reffen erneut. In der dritten Nacht holt sich der Körper aber dern Schlaf, den er braucht und so kommen wir glücklich und heile auf Vlieland in der Morgendämmerung an.

Von hier geht es in gewohntem Revier nach Makkum und damit ein super schöner Urlaub zu Ende. Norwegen ist super schön, die Fjorde sind beeindruckend. Der Schnee auf den Bergen und die Wasserfälle wunderschön und die Häfen gut ausgestattet, recht günstig und recht leer. Das Essen war unerwartet unlecker und unerwartet teuer. Norwegen ist ein reiches Land und es gibt unzählige schöne Häuser am Wasser, nicht so zugebaut wie in Deutschland. Norweger entweder super freundlich und können alle English oder sie grüßen nicht einmal zurück. Jedenfalls sind sie -und das können sie auch- stolz auf ihr Land.

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